Bei Borland wachsen Umsatz und Verluste
Obwohl der Software-Konzern tiefer in die roten Zahlen rutscht, hält CEO Tod Nielsen an den gesteckten Zielen fest. Borland schloss das zweite Quartal 2006 mit einem Umsatzplus von 15 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode ab.
Mit einem Umsatzzuwachs um rund 15 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 77 Millionen US-Dollar konnte Borland das zweite Quartal 2006 abschließen. Der Nettoverlust stieg gleichzeitig jedoch um 6,6 Prozent auf 19 Millionen US-Dollar. Dennoch gibt sich CEO Tod Nielsen gegenüber Investoren kämpferisch: Profitabilität im vierten Quartal sei unverändert sein Ziel.
Auf dem Weg dahin muss Borland jedoch einen schwierigen Restrukturierungsplan umsetzen, den das Unternehmen im Mai angekündigt hatte. Dazu zählt beispielsweise die Ausgliederung des Geschäftsbereiches Integrated Development Environments (IDE), der intern bereits eigenständig arbeitet und gerade ankündigte, unter dem traditionsreichen Label "Turbo" die Entwicklungsumgebungen für einzelne Programmiersprachen neu herauszubringen. Einen potenziellen Käufer für die Sparte nannte Borland bisher jedoch nicht.
Das im Frühjahr gekaufte Unternehmen Segue Software ist nach Aussage des Borland-Chefs erfolgreich eingegliedert worden und trägt aktiv zur Stärkung des Geschäftsfeldes Application Lifecycle Management (ALM) bei. Den Personalstand von derzeit noch 1350 Mitarbeitern will Borland aber bis zum Ende des Jahres auf 1025 weiter reduzieren.
Gegenüber den beiden größten Konkurrenten IBM-Rational und Microsoft sieht CEO Nielsen Borland gut aufgestellt. Auch die Kooperation mit Mercury Interactive werde von dessen Übernahme durch Hewlett-Packard nicht nachhaltig gefährdet. Auch wenn man auf verschiedenen Geschäftsfeldern durchaus konkurriere. (map)