Sun-Präsident kritisiert GPL

Jonathan Schwarz hat sich auf der Open Source Business Conference in San Francisco erneut fĂĽr Open-Source-Projekte stark gemacht -- die GNU General Public License sei der Sache aber oft hinderlich.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Sun-Präsident Jonathan Schwarz hat sich auf der Open Source Business Conference (OSBC) in San Francisco erneut leidenschaftlich für Open-Source-Projekte stark gemacht -- die inzwischen fast fünfzehn Jahre alte GNU General Public License (GPL) für freie Software sei der Sache aber oft hinderlich. Eine moderne Alternative sei vielmehr die Common Development and Distribution License (CDDL) aus dem eigenen Haus, die auf der Mozilla Public License (MPL) basiert.

"Wirtschaftssysteme und Gesellschaften benötigen geistiges Eigentum", formulierte der Sun-Präsident US-Medienberichten zufolge. Wer aber mit GPL-Software arbeite, unterliege dem Zwang, seine Produkte ebenfalls unter die GPL zu stellen. "Die GPL verspricht Freiheit, letztlich werden die Anwender aber gezwungen, ihre geistigen Leistungen der reichsten Nation der Welt zur Verfügung zu stellen, wo die GPL herkommt", sagte Schwartz.

GPL und CDDL, die im Rahmen von Suns Open-Source-Projekt OpenSolaris erstmals zum Einsatz kommt, unterscheiden sich nach Schwartz' Worten vor allem dadurch, dass Anwender keine GPL-ähnlichen Verpflichtungen eingehen müssen. In der Open-Source-Gemeinde ist die CDDL allerdings nicht unumstritten. Bemängelt wird vor allem, dass Sun eine Reihe GPL-lizenzierter Techniken für Solaris einsetzt, aber mit Hilfe der CDDL verhindern will, dass die eigenen Module in der Vielfalt freier GPL-Software untergehen. (pmz)