ORGA schreibt wieder schwarze Zahlen

Der Paderborner Chipkartenexperte profitierte 2004 vor allem von der weltweit positiven Entwicklung im SIM-Karten-Markt.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Der Paderborner Chipkartenexperte ORGA Kartensysteme hat 2004 von der weltweit positiven Entwicklung im SIM-Karten-Markt profitiert und erstmals seit drei Jahren wieder schwarze Zahlen geschrieben. AbzĂĽglich der Kosten fĂĽr die Restrukturierung erzielte ORGA ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 9 Millionen Euro, teilte das Unternehmen am heutigen Freitag mit. Das Unternehmen sei seit Jahresende nun schuldenfrei. Der Umsatz wuchs um rund 11 Prozent auf 201 Millionen Euro.

"Mit der klaren Fokussierung auf die Marktsegmente Telekommunikation, Banking, Gesundheit und Identifikation konnten wir im vergangenen Jahr unsere Position als einer der weltweit größten Anbieter von Chipkartensystemen weiter festigen und den Wandel vom Technologie- zum Dienstleistungsunternehmen fortführen", zeigt sich Oliver Jaster, CEO der ORGA-Gruppe, zufrieden. Die Paderborner gelten als weltweit viertgrößter Hersteller von SIM-Karten und erwirtschaften in diesem Bereich rund 85 Prozent ihrer Erlöse.

Rund 90 Prozent des Gesamtumsatzes erzielt ORGA im Ausland. Nach der GrĂĽndung von zwei neuen Tochtergesellschaften in SĂĽdafrika und den Vereinigten Arabischen Emiraten, beteiligte sich ORGA zuletzt an Smart Chip Limited, dem fĂĽhrenden indischen Chipkartenhersteller, und ĂĽbernahm die Mehrheit am brasilianischen Bankkarten-Joint-Venture DARUMA ORGA Card Systems. Die Mitarbeiterzahl stieg international auf 1276 gegenĂĽber 1056 im Vorjahr.

In Deutschland erhofft sich das Unternehmen von der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte künftig einen Umsatz in dreistelliger Millionenhöhe. Gemeinsam mit IBM, SAP, InterComponenWare und dem Fraunhofer-Institut Arbeitswirtschaft und Organisation hatte ORGA die erste Solution Outline für das Gesundheitskarten-Projekt entwickelt. (pmz)