Roboter aus Nanosonden

FĂĽr Fans der TV-Serie Star Trek sind Nanosonden ein alter Hut.

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Von
  • Andreas Beier

Für Fans der TV-Serie Star Trek sind Nanosonden ein alter Hut. Die biokybernetischen Borg nutzen sie, um fremde Rassen in ihr Kollektiv zu assimilieren, ihre Raumschiffe zu reparieren oder - in einer von der Sternenflotte modifizierten Variante - sich gegen Spezies 8472 aus dem flüssigen Raum zu verteidigen. Jetzt wagen sich die Forscher der amerikanische Weltraumbehörde NASA in das Reich der mikroskopisch kleinen Helfer vor. Das meldet der Christian Science Monitor.

Die NASA-Ingenieure testen einen Robotor, den sie auf Nanometergröße (Milliardstel eines Meter, 10-9m) schrumpfen wollen. Viele dieser Nanoboter sollen sich selbstständig zu einer Einheit zusammenfinden (Autonomous Nanotechnology Swarms, ANTS). Die Nanoboter sollen über genug Eigenintelligenz verfügen, um selbst entscheiden können, wann sie sich zu einer ANTS zusammenfinden sollen..

Während der Landephase auf dem roten Planeten Mars beispielsweise könnten Nanoboter einen strömungsförmigen Schutzschild bilden und sich anschließend zu einer Schlange formieren, die problemlos selbst auf unwegbarem Gelände vorankommt. Für den Datenaustausch mit dem Mutterschiff oder dem Heimatplaneten Erde würden sie sich zu einer Antenne zusammenfinden. Schäden würden sie natürlich selbst heilen können.

Noch ist das alles Zukunftsmusik. Dennoch schätzt die Natinal Science Foundation (NSF), dass im Jahr 2004 weltweit staatliche Stellen in über 40 Ländern 3,6 Milliarden US-Dollar für die Nanoforschung ausgegeben haben. Im Finanzjahr 2004 hat allein die US National Nanotechnology Initiative 960 Million US-Dollar ausgegeben, staatliche und private Stellen sollen jeweils weitere 500 Millionen Dollar beigesteuert haben.

Experten schätzen, dass noch Jahrzehnte vergehen, ehe die NASA-Pläne Realität werden. Bis dahin können sie sich von den Star-Trek-Machern inspirieren lassen. (adb)