TV-Streaming über Heimnetzwerk und Internet

Avid hat heute bekannt gegeben, dass seine Consumer Division Pinnacle die PCTV-Produktreihe um die neue Pinnacle "PCTV To Go Netzwerk TV Box" erweitert hat.

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Sony hat es mit seinem LocationFree Media Gateway vorgemacht, nun zieht Pinnacle mit der "PCTV To Go Netzwerk TV Box" nach. Das Gerät erzeugt in Echtzeit Videostreams von analogen Quellen und schickt diese über das Netzwerk.

Im Unterschied zum Sony-System hat die Avid-Tochter allerdings nicht die mobile Spielkonsole PSP im Visier, sondern gewöhnliche PCs – eine entsprechende Streaming-Client-Software wird mitgeliefert. Zudem beherrscht die Pinnacle-Box zwei verschiedene Video-Codecs: MPEG-2 für die Übertragung von Videos durchs Heimnetzwerk (zu bis zu fünf PCs) und MPEG-4 für den Transfer über das weltumspannende Netz. Für letztere Variante bieten beide Firmen eine eigenen kostenlosen DNS-Service zur Verwaltung dynamischer IP-Adressen an.

Einen TV-Antennenanschluss sucht man auch bei der Pinnacle-Lösung vergeblich. Doch auch ohne eigenen Tuner lassen sich Fernsehprogramme weiterleiten, indem man einen Videorecorder oder Digital-TV-Receiver anschließt. An den Zuspieler kann man aus der Ferne über einen Rückkanal Fernbedienungsbefehle senden. Zu diesem Zweck liegt ein Infrarot-Sender bei, IR-Codes für alle gängigen Geräte will Pinnacle bereitstellen.

Pinnacles "PCTV To Go"-Systeme sollen ab Mitte März über die Website von Pinnacle Systems und bei größeren Einzelhändlern erhältlich sein. Der empfohlene Verkaufspreis beträgt 200 Euro für die Kabel- und 250 Euro für die Wireless-Version (mit WEP- und WPA-Verschlüsselung). Auf Nachfrage von heise online gab Pinnacle an, dass Letztere sich nicht als allgemeiner Access Point nutzen lässt. Zu den Preisen sollte man noch die Kosten für einen breitbandigen DSL-Anschluss mit hoher Upstream-Rate beachten, da Pinnacle nach eigenen Angaben von einer notwendigen Rate von mindestens 400 kBit/s ausgeht. (nij)