AirFiber: Gigabit-Richtfunk mit Haken

Ubiquiti hat das Richtfunksystem AirFiber vorgestellt, das auf langen Strecken bis zu 1,4 GBit/s über das lizenzfreie 24-GHz-Band überträgt. Ohne weiteres ist der Betrieb hierzulande jedoch nicht möglich.

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Von
  • Reiko Kaps

(Bild: Ubiquiti)

Der Netzwerkausrüster Ubiquiti will mit seinen neuen Funknetzgeräten vom Typ AirFiber bis zu 1,4 GBit/s bei sehr geringen Latenzen übertragen. Laut Datenblatt (PDF-Datei) baut das besonders für Netzbetreiber gedachte System AirFiber AF24 verschlüsselte Punkt-zu-Punkt-Verbindungen in den Frequenzbänder 24,1 und 24,2 GHz auf, nutzt dabei die Mehrantennentechnik MIMO (2x2) sowie 100 MHz breite Funkkanäle und sendet mit bis 2 Watt (33 dBm EIRP), was für Entfernungen von 13 Kilometer und mehr reichen soll. Die dafür nötige Technik hat Ubiquiti nach eigenen Angaben von Grund auf neu entwickelt.

Laut Ubiquiti benötigt man für den Betrieb des Geräts keine weitere Zulassung, da das 24-GHz-Band nahezu weltweit lizenzfrei genutzt werden könne. Eine Anfrage bei der Bundesnetzagentur ergab, dass sich Ubiquitis AirFiber hierzulande mit den genannten Leistungsdaten nicht betreiben lässt: So dürfen zwar im Frequenzbereich zwischen 24,0 und 24,25 GHz Short Range Devices funken, ihre abgestrahlte Sendeleitung darf hingegen 100 mW (20 dBm EIRP) nicht überschreiten (Verfügung 40/2010). Außerdem ist ein Konformitätserklärung für das Gerät nötig.

Ubiquiti will AirFiber ab Juni 2012 auf den US-amerikanischen Markt bringen, die Geräte für eine AirFiber-Funkstrecke sollen etwa 3000 US-Dollar kosten. (rek)