SCM Microsystems mit höherem Umsatz

Neben einer starken Nachfrage nach Chipkarten-Lesegeräten für elektronische Pässe in Deutschland habe man auch von Projekten der öffentlichen Verwaltung in den USA profitiert; Sondereffekte sorgten trotz operativer Verluste für einen Nettogewinn.

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Von
  • dpa

Das deutsch-amerikanische Elektronikunternehmen SCM Microsystems hat im zweiten Quartal bei einem deutlichen Umsatzplus operativ weiter rote Zahlen geschrieben. Nach dem Verkauf der Digital-TV-Sparte habe sich der Verlust der weitergeführten Geschäftsfelder von 2,7 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum auf zwei Millionen Dollar verringert, teilte das Unternehmen mit. Dank einer Steuerrückzahlung in Höhe von fünf Millionen Dollar sowie ergebniswirksamen Effekten durch den Verkauf der Digital-TV-Sparte verbuchte das Unternehmen unterm Strich einen Überschuss von 7,2 Millionen, nachdem im Vorjahr ein Verlust von 3,7 Millionen Dollar in den Bilanzen stand. Ohne diese Effekte wäre SCM in der Verlustzone geblieben.

Der Umsatz belief im zweiten Quartal auf 9,4 Millionen Dollar und lag damit um 63 Prozent über dem Vorjahreswert. Neben einer starken Nachfrage nach Chipkarten-Lesegeräten für elektronische Pässe in Deutschland habe man auch von Projekten der öffentlichen Verwaltung in den USA profitiert, hieß es. Für das dritte Quartal würden Umsätze von sieben bis acht Millionen Euro und abermals ein operativer Fehlbetrag erwartet wegen Einmalaufwendungen für laufende Restrukturierungsmaßnahmen. SCM verlagert derzeit Teile der Fertigung an Auftragsproduzenten und konzentriert sein Finanzwesen in Deutschland. Bis zum Ende des dritten Quartals sollen die Maßnahmen abgeschlossen sein. (dpa) / (jk)