Dell plant Investitionen in Deutschland
Nach einem firmeninternen Ranking liefert die deutsche Landesgesellschaft die schwächste Leistung aller Dell-Niederlassungen ab. Das will CEO Rollins ändern.
Nach einer angeblich "selbst verordneten Phase der Zurückhaltung" will Computer-Weltmarktführer Dell in Deutschland kräftig Tempo machen. "Wir hatten den deutschen Markt ein wenig aus dem Fokus gerückt", zitiert die Tageszeitung Die Welt CEO Kevin Rollins. "Jetzt ist es höchste Zeit, das Geschäft dort wieder anzuheizen." Im März hatte er ähnliche Pläne der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gegenüber verkündet.
Nach einem firmeninternen Ranking, das der Welt vorliegt, liefere die deutsche Landesgesellschaft die schwächste Leistung aller Dell-Niederlassungen ab. Deshalb wolle das Unternehmen hier nicht nur stärker auf Kundenakquise gehen, sondern auch mehr Präsenz zeigen. Dell denke unter anderem darüber nach, ein Call Center in Deutschland zu bauen, sagte Rollins. Auch als Standort für eine PC-Fabrik sei das Land noch nicht aus dem Rennen. Diese Überlegung ist ganz besonders vor dem Hintergrund zu sehen, dass Dell hierzulande nur einen mickrigen Marktanteil von 7 Prozent hält -- weltweit hat der Hersteller mit 17 Prozent Marktanteil den Spitzenplatz inne.
Im Februar hatte Dell bereits die deutsche Geschäftsleitung ausgetauscht und mit dem Dell-Schweiz-Chef Alain Bandle einen ehemaligen Marketingmanager von Procter & Gamble an die Spitze geholt. (tol)