Barracuda Networks: Security-Reseller stoßen über die Backup-Cloud in den Storage-Markt vor
Sicherheit und Vertrauen sind ausschlagegebende Aspekte im Cloud Computing. Davon profitieren auch Security-Reseller, die sich das Geschäftsfeld Backup-Services erschließen – bei Barracuda Networks auf dem Weg zur Next Generation Firewall.
(Bild: Barracuda Networks)
Auf Security spezialisierte Reseller genießen in aller Regel bereits das Vertrauen ihrer Kunden, denn der Schutz von Daten und vor unberechtigtem Zugriff darauf steht für viele Unternehmen ganz oben auf der Prioritätenliste. Dieser Vertrauensvorsprung kommt dem Security-Channel beim Vorstoß in das neue Geschäftsfeld Cloud Computing durchaus zugute, wie Wieland Alge, EMEA-Chef von Barracuda Networks, beobachtet hat. Der Firewall-Anbieter stellt seinen Partnern seit geraumer Zeit Appliances zur Verfügung, die sich neben den typischen Security-Anwendungen auch für einen Backup-Dienst in der Cloud konfigurieren lassen. "Denn der Reseller, der das Vertrauen des Kunden genießt, muss selbst auch der Cloud-Anbieter sein", ist Alge vor dem Hintergrund der Expertendiskussionen um die Datensicherheit in der Cloud überzeugt. "Wir geben dem Partner dafür die passende Technologie an die Hand, um die Vermarktung der Dienste bis hin zu den Abrechnungsmodalitäten muss er sich selbst kümmern", ergänzt der Barracuda-Chef.
Unter den Barracuda- und den ehemaligen Phion-Partnern wird diese Chance, in neue Geschäftsfelder vorzudringen, auch schon aktiv genutzt. "Security-Reseller dringen dabei gerade in den Storage-Markt vor", kommentiert Alge. Diese beiden Marktsegmente unter einen Hut zu bringen, hatten bereits Hersteller wie Symantec – durch die Übernahme von Veritas – und EMC – mit dem Kauf von RSA – unternommen, aber nicht vollständig umsetzen können. "Speziell für Partner, die bereits aktiv Managed Security Services vermarkten, ist es nur ein kleiner Schritt hin zum Angebot eines Backup Service", erläutert der Barracuda-Chef, zumal beide Bereiche im Sinne eines umfassenden Security-Konzeptes zusammen betrachtet werden müssten – beispielsweise im Hinblick auf das Web-Filtering.
Nach Einschätzung von Weiland Alge wurden die mit dem Web-Filtering verbundenen Probleme bisher zwar punktuell gelöst, angesichts des immer komplexeren Zusammenspiels von Messaging, sozialen Netzwerken und der wachsenden Zahl mobiler Geräte (Stichwort: BYOD), mit denen Mitarbeiter "durch die Firewall auf Unternehmens-IT" zugreifen, müssten Security-Konzepte allerdings mit immer komplexeren Herausforderungen fertigwerden (Next Generation Firewall – NGF). Barracuda verfolgt aus diesem Grund einen stärker personalisierten Ansatz beim Web-Filtering: "Jeder Mitarbeiter sollte mit Hilfe einer zentral angelegten Policy behandelt werden – egal wann, wo und wie er gerade über das Netzwerk bzw. Internet auf Unternehmensdaten zugreift", erläutert Michael Zajusch, Regional Sales Director bei Barracuda Networks. Denn Messaging und dessen Archivierung im rechtlich relevanten Umfang geht weit über die bisher übliche Exchange-(Mail)-Archivierung hinaus.
Für dieses komplexere Konzept müssen Kunden allerdings erst noch sensibilisiert werden, räumt Zajusch ein. Eine Aufgabe, die Resellern speziell bei kleinen und mittleren Unternehmen nicht unbedingt leichtfällt. Barracuda hält daher am etablierten Vermarktungsmodell fest, die Firewall als "Box" für Security-Aufgaben wie beispielsweise das Web-Filtering zu verkaufen – allerdings ergänzt um passende Cloud-Komponenten. Wenn dann auch noch die Abrechnungsmodalitäten einfach und transparent gestaltetet werden, erleichtere man dem Kunden den Einstieg in eine solche komplexere Lösung, ist Barracuda-Chef Alge überzeugt.
Im Rahmen der Barracuda Networks Technical Conference 2012 am 3. und 4. Mai in München wird der Hersteller IT-Experten, Kunden und Partnern die Möglichkeit geben, detaillierte Einblicke in die neuesten Produktentwicklungen in den Bereichen Unternehmenssicherheit und Datenschutz zu gewinnen. Unter dem Motto "Where Technology matters" wird beispielsweise über Trends wie "BYOD – Bring your own device" und "Social Media als Einfallstor für Angriffe und Malware" diskutiert. (map)