KfW kommt bei Telekom-Privatisierung voran
Der Anteil der Staatsbank an der Telekom ist von 15,3 auf 14,7 Prozent zurückgegangen, der Bund hält noch 22,7 Prozent der Aktien.
Die staatseigene Bankengruppe KfW kommt bei der Privatisierung der Deutschen Telekom im Auftrag des Bundes voran. Die ausgegebenen Optionsscheine der ersten Serie seien komplett in Telekom-Aktien umgewandelt worden. Dadurch sei der Bestand der KfW um 22 Millionen auf 619 Millionen Aktien gesunken, teilte das Finanzinstitut heute in Frankfurt mit. Die Transaktion brachte der KfW rund 333 Millionen Euro ein. Der Anteil der KfW an der Telekom sei von 15,3 auf 14,7 Prozent zurĂĽckgegangen, der Bund halte noch 22,7 Prozent der Aktien.
Die Bank hilft als Dienstleister dem Bund beim Stopfen seiner Haushaltslöcher. Erst im Dezember hatte der Bund T-Aktien für 1,6 Milliarden Euro an die KfW verkauft. Die Staatsbank übernimmt die Anteile und verkauft die Aktien zu einem günstigen Zeitpunkt über den Kapitalmarkt weiter. Mit den Erlösen aus diesem so genannten Platzhaltergeschäft kann Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) seinen Haushalt aufbessern. Langfristig will sich der Bund aus der Deutschen Telekom ebenso wie aus der Deutschen Post zurückziehen. (dpa) / (tol)