Ehefrau bekam Zuschlag fĂĽr Prestigebau von Ex-mobilcom-Chef Schmid

Das zwangsversteigerte Gebäude am Kieler Hafen bleibt damit in Händen der Familie. Sybille Schmid-Sindram hatte mit 13 Millionen Euro das höchste Gebot abgegeben.

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  • dpa

Den Zuschlag für das zwangsversteigerte Gebäude am Kieler Hafen erhielt Schmids Ehefrau Sybille Schmid-Sindram als Geschäftsführerin der Waterkant Immobilien GmbH & Co KG, wie das Amtsgericht Kiel am heutigen Dienstag mitteilte. Schmid-Sindram hatte bei der Auktion Ende März mit 13 Millionen Euro das höchste Gebot abgegeben. Die Immobiliengesellschaft war im vergangenen Jahr vom Fraktionschef der FDP im schleswig-holsteinischen Landtag, Wolfgang Kubicki, gegründet worden.

Schmid wollte in zentraler Lage an der Kieler Innenförde Büros und Wohnungen schaffen. Die Arbeiten an dem Gebäude waren vor drei Jahren nach Schmids privater Insolvenz und der Fast-Pleite von mobilcom unterbrochen worden. Eine Millionen-Spritze der Gläubiger verhinderte, dass das halbfertige 16-geschossige Gebäude verfiel. Gutachter hatten den Verkehrswert der Immobilie auf 15,4 Millionen Euro festgesetzt.

Schmid-Sindram hatte bei der Versteigerung gesagt, sie habe bereits Mietanwärter. Bei der Verkündung war sie selbst nicht dabei. Sobald die Entscheidung rechtskräftig ist, übergibt der Zwangsverwalter den Bau der Immobiliengesellschaft Waterkant. Dies dürfte nach Angaben des Amtsgerichts in etwa zwei Wochen geschehen -- vorausgesetzt, niemand erhebt Einspruch. (dpa) / (pmz)