VDE kürt Deutschland zu Europas führendem Mikroelektronik-Standort
"Die Bundesrepublik hat ihre führende Position als Mikroelektronik-Standort Nummer 1 in Europa weiter ausgebaut", postuliert der Verband der Elektrotechnik Elektronik im Rahmen der Hannover Messe.
"Die Bundesrepublik hat ihre führende Position als Mikroelektronik-Standort Nummer 1 in Europa weiter ausgebaut", postuliert der Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) im Rahmen der Hannover Messe. Europa sei weltweit der zweitgrößte Mikroelektronik-Verbraucher und bereits jeder elfte Chip stamme wertmäßig aus europäischer Fertigung. Mehr als jeder zweite Halbleiter aus Europa trage das Label "Made in Germany", bilanziert der Verband.
"Deutschland ist in der Mikroelektronik wieder neu präsent", erklärte der VDE. Besondere Bedeutung habe dies vor allem vor dem Hintergrund der weltweiten Nachfrage in den Bereichen Fahrzeugentwicklung, RFID (Radio Frequency Identification) sowie in der Telecom- und Computer-Industrie. Bei Zukunftsthemen wie Mobilität, Energie, Kommunikation oder Life Science wird dem Standort von VDE-Experten eine hohe Innovationskraft zugeschrieben.
Grund für diese Entwicklung sei unter anderem die Konzentration von Mikro- und Nanoelektronikfertigung und ihren Zulieferern in Sachsen. Heute sei die Region Dresden mit einem Netzwerk aus Industrie, Instituten und Hochschulen das größte Mikroelektronik-Zentrum in Europa. Über 11.000 Arbeitsplätze sind dort der VDE-Zählung zufolge in den letzten Jahren durch die Halbleiterindustrie rund um Dresden entstanden, unter anderem bei AMD, Infineon, AMTC, ZMD und Siltronic. Insgesamt entstanden in Deutschland 20.000 Arbeitsplätze in der Halbleiterfertigung. In den bundesweit über zehn Chipfabriken werden so viele Halbleiter wie in keinem anderen Land der EU produziert. (tol)