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O2-Chef denkt an Handytarife mit Musik

Angesichts neuer Hardware wie dem iPhone oder hochwertigen Kamerahandys denkt Rudolf Gröger über auf diese Geräte zugeschnittene Tarife nach.

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Der Mobilfunkbetreiber O2 denkt angesichts technischer Neuheiten wie hochwertiger Fotohandys oder Apples iPhone über neue Tarife nach, die den verschiedenen Besonderheiten der Hardware Rechnung tragen. So seien zum Beispiel spezielle Tarife mit im Preis inbegriffenen Musikdownloads oder Fotoservices denkbar, sagte O2-Deutschlandchef Rudolf Gröger der Wirtschaftswoche. "Wir denken gerade intensiv darüber nach, für solch ein Gerät einen speziellen Fototarif anzubieten, der das Abspeichern der Aufnahmen im Web und Ausdrucke beinhaltet. Der Kunde könnte für eine Monatsgebühr 50, 100 oder alle seine Fotos in einer O2-Datenbank abspeichern. Für das iPhone wiederum könnte man einen Musiktarif entwickeln, der das kostenlose Herunterladen von 50 Liedern im Monat beinhaltet."

Gröger erwartet von Neuentwicklungen wie dem iPhone einen Schub für die Branche. "Apple ist eine begehrte Marke und hat ein hervorragendes Image. Und wenn Apple ankündigt, sich jetzt mit Telekommunikation zu beschäftigen, dann hat das schon Auswirkungen", zeigt sich Gröger von dem Neuling überzeugt. Allerdings ist der Mobilfunkmanager nicht so sicher, ob das auch auf Anhieb klappt. "Ob aber bereits das neue iPhone in der ersten Generation den Markt verändern wird, wird sich zeigen." Ein wesentlicher Erfolgsfaktor sei aber die Kompatibilität der Angebote, sagte Gröger. "Genau an der Portabilität zwischen den Geräten müssen wir arbeiten". Bisher wird die auch bei O2 durch das DRM (Digital Rights Management) behindert. Ob das Durcheinander verschiedener Kopierschutztechniken überhaupt noch eine Zukunft hat, wird in der Branche nach einem offenen Brief von Apple-Chef Steve Jobs wieder verstärkt diskutiert.

Gleichzeitig kündigte O2 heute ein Kundenbindungsprogramm für umsatzstarke Vieltelefonierer an. Ab Ende Mai sollen Vertragskunden, die regelmäßig eine "überdurchschnittlich" hohe Telefonrechnung haben, mit besonderen Serviceleistungen und einigen exklusiven Vergünstigungen bei Laune gehalten werden. Die genaue Umsatzgrenze gab das Unternehmen nicht bekannt, teilte auf Nachfrage aber mit, dass mit dem neuen Programm die oberen 10 Prozent der Bestandskunden erfasst werden. Diese erhalten eine besondere Kundenbetreuung, besondere Rabatte für das Bonusprogramm des Netzbetreibers sowie jederzeit ein Angebot für ein besonders subventioniertes Handy und die Möglichkeit, neue Geräte als erste zu erwerben. Weitere Einzelheiten des Programms wollte der Anbieter nicht bekannt geben, bevor er das Programm ab dem 15. März auf der CeBIT vorstellt. (vbr)