FTC: Spam lässt sich vermeiden
Mitarbeiter der US-amerikanischen Federal Trade Commission haben unter anderem die Effektivität von Spamfiltern getestet.
Mitarbeiter der US-amerikanischen Federal Trade Commission haben die Effektivität von Spamfiltern von Providern und der Maskierung von E-Mail-Adressen zur Verhütung von Spam getestet. Sie sind dabei zu dem Ergebnis gekommen, dass Internet-Provider den größten Teil des Spamaufkommens blockieren können. Wer seine E-Mail-Adresse im Internet veröffentlichen muss, sollte dies vor allem auf Websites nur so tun, dass sie nicht automatisch erkannt und gescannt werden kann, geht aus einem Untersuchungsbericht hervor (PDF-Datei).
Die FTC-Mitarbeiter haben 150 E-Mail-Accounts eingerichtet, 100 davon bei Web-basierten Providern, die Filter einsetzen, und 50 bei einem Provider ohne Filter. Diese Adressen veröffentlichten sie auf FTC-Websites, in Blogs, Chat-Räumen, im Usenet und in schwarzen Brettern. Auf die 50 ungefilterten und nicht maskierten E-Mail-Accounts prasselten innerhalb von fünf Wochen 8885 Spam-Mails ein, während von den filternden Providern 78 beziehungsweise 96 Prozent der unerwünschten Botschaften blockiert wurden. Dabei hat sich herausgestellt, dass die Spammer fast ausschließlich Websites und zu einem geringen Anteil auch Weblogs nach E-Mail-Adressen absuchen.
Um der Gefahr zu entgehen, dass die eigene E-Mail-Adresse auf Spamverteilern landet, kann sie maskiert veröffentlicht werden; also statt in der Form "johndoe@ftc.com" als "johndoe at ftc dot com". Vier auf diese Weise veränderte Adressen von Accounts bei einem nicht-filternden Povider veröffentlichten die FTC-Mitarbeiter neben unmaskierten Adressen auf Websites. Innerhalb von fünf Wochen wurden 6416 Spam-Mails an die nicht maskierten und lediglich eine an die veränderte Adresse geschickt. (anw)