Telekom Austria profitiert von internationalen Mobilfunktöchtern
Während das Festnetzgeschäft stagniert, wächst die österreichische Telekom dank der 2005 übernommenen bulgarischen Mobiltel und anderer ausländischer Mobilfunkanbieter.
Die Telekom Austria (TA) hat 2006 ihren Nettogewinn um 37,4 Prozent auf 561,8 Millionen Euro und das Betriebsergebnis (EBIT) um 24,6 Prozent auf 772,4 Millionen Euro gesteigert. Wie das Unternehmen am heutigen Dienstag in Wien mitteilte, erhöhte sich der Umsatz im gleichen Zeitraum um 9 Prozent auf 4,76 Milliarden Euro. Angesichts dieses Ergebnisses plant das Unternehmen eine Erhöhung der Dividende um 36,4 Prozent auf 0,75 Euro pro Aktie. Die TA-Gruppe ist über ihre Mobilfunktochter Mobilkom Austria neben Österreich auch in Bulgarien, Kroatien, Slowenien, Serbien und Liechtenstein tätig.
Dabei hat die Wireless-Sparte mit wachsenden Auslandstöchtern im vergangenen Jahr für besondere Impulse gesorgt. Der Umsatz des Segments stieg im Vergleich zu 2005 um 16,8 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Im Mobilfunkbereich, zu dem neben der Mobilkom Austria auch Netzbetreiber in Bulgarien, Kroatien, Slowenien und Liechtenstein gehören, hat das Unternehmen 10,2 Millionen Kunden. Einen wesentlichen Beitrag zum Wachstum leistete die 2005 übernommene bulgarische Mobiltel mit über 4 Millionen Kunden, die 2006 zum ersten Mal mit einem kompletten Geschäftsjahr bilanziert wurde.
Der Umsatz im Festnetzbereich stagnierte dagegen bei leicht abnehmender Tendenz. Internetzugang und Großhandelsprodukte konnten die Verluste bei den Verbindungsentgelten für Telefongespräche nach Angaben des Unternehmens nahezu ausgleichen. (vbr)