IBM hilft bei Portierung von Solaris nach Linux
Der Computerkonzern stellt ein Migrations-Kit für die Anwendungsportierung von Solaris SPARC zu Linux auf Intel-Rechnern seinen Kunden, Geschäftspartnern und Software-Drittherstellern kostenlos zur Verfügung.
Mit einem Migrations-Kit lockt IBM Entwickler von Solaris-Anwendungen zu Linux – laut den zugehörigen Unterlagen von SPARC-Solaris auf Intel-Linux. Applikationen sollen sich mit dem Paket aus zwei Programmen und einem Shell-Skript leichter auf Big Blues bevorzugte Plattform portieren lassen. IBM-Kunden sowie Geschäftspartner und Software-Dritthersteller können das Migration Kit kostenlos von der Webseite beziehen.
Die Toolsammlung des Migration Kit besteht aus drei Teilen: So überprüft eins der Programme den C- und C++-Quellcode auf Portabilität. Weiter soll ein Shell-Skript den Gebrauch von System-Utilities und Dateien feststellen. Das Endian Checking Tool schließlich ist für das Aufdecken eventueller Probleme mit dem verschiedenen Byte-Ordering der Intel- und SPARC-Plattformen zuständig. Ein detaillierter Bericht gibt auch grafisch Aufschluss über die Anzahl der möglichen Unverträglichkeiten. Derzeit setzt das Kit für eine geordnete Migration mindestens SPARC-Solaris 8 oder 9 voraus.
Bereits seit Mai dieses Jahres bietet der Computerriese in Kooperation mit Redhat mit der Migration Factory eine weitergehende Unterstützung für Konversionswillige an. Das Programm besteht aus einer kostenlosen Analyse sowie einem Vorschlag zum weiteren Vorgehen. Ist der Kunde damit einverstanden, tritt die Migration Factory in Aktion – allerdings nicht mehr kostenlos. (mhe)