China Mobile meldet Gewinnsprung

Knapp 24 Prozent konnte der nach Kundenzahl größte Mobilfunkanbieter der Welt seinen Nettogewinn im zweiten Quartal 2006 gegenüber dem Vorjahreszeitraum steigern.

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Der nach Kundenzahl größte Mobilfunkanbieter der Welt steigerte seinen Nettogewinn im abgelaufenen zweiten Quartal 2006 um fast 24 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode auf 15,84 Milliarden Yuan (rund 1,55 Milliarden Euro). Für die erste Jahreshälfte weist China Mobile einen Nettoprofit von 30,2 Milliarden Yuan (circa 2,95 Milliarden Euro) aus. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Zuwachs um über 25 Prozent.

Der Umsatz kletterte im Vergleich der Halbjahre um 20 Prozent auf 137 Milliarden Yuan (rund 13,37 Milliarden Euro). Gleichzeitig konnte China Mobile die Zahl seiner Kunden um 22 Prozent auf jetzt 275 Millionen steigern. Dadurch sank jedoch der Umsatz pro Kunde leicht von 90 auf 88 Yuan (circa 8,59 Euro). Anfang August 2006 konnte China Mobile erstmals auch in puncto Marktkapitalisierung den bis dahin fĂĽhrenden Konkurrenten Vodafone ĂĽberflĂĽgeln.

Der ursprünglich zur Jahresmitte erwartete Start der Lizenzvergabe für 3G-Netzwerke durch die chinesische Regierung wurde verschoben. Die Regulierungsbehörden wollen neben den in Europa und Amerika verwendeten Standards jedoch auch eigene etablieren, berichtet das Wall Street Journal. China Mobile-Chef Wang Jianzhou bestätigte, das Unternehmen arbeite konsequent am Aufbau der erforderlichen Infrastruktur. Er sei zuversichtlich, bis zu den Olympischen Spielen 2008 in Peking 3G-Dienste anbieten zu können. Zuletzt hatte der Konzern zahlreiche Aufträge an Ericsson zum weiteren Ausbau des GSM-Netzes vergeben. (map)