Vivendi mit Rekordgewinn

Erneut konnte der französische Telecomkonzern in einem Geschäftsjahr ein gutes Ergebnis erzielen. Er erwartet nun den Ausbau seiner Marktstellung.

vorlesen Druckansicht 15 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.
Von
  • dpa

Nach einem Rekordgewinn im vergangenen Jahr sieht sich der französische Medien- und Telecomkonzern Vivendi 2007 weiter auf Rekordkurs und erwartet den Ausbau seiner Marktstellungen. 2006 hatte Vivendi die Pay-TV-Gruppe TPS mit ihrer Tochter Canal+ zum Marktführer in Europa verschmolzen. In diesem Jahr soll die Fusion der Konzerntochter Universal Music Group (UMG) mit der Bertelsmann-Musiksparte BMG einen neuen Weltmarktführer schaffen. Das erklärte Konzernchef Jean-Bernard Lévy laut Mitteilung (PDF-Datei) in Paris.

2006 stieg der Überschuss von 3,15 Milliarden auf 4,03 Milliarden Euro. Bereinigt um Sondereinflüsse – insbesondere die Regelung eines Rechtsstreits um DuPont-Aktien – kletterte der Überschuss um 18 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro. "Das ist das beste jemals von Vivendi erzielte Ergebnis", erklärte Lévy. Für dieses Jahr würden 2,7 Milliarden Euro angepeilt. "Ich bestätige auch unser Ziel für 2011: ein bereinigter Überschuss von 3,5 Milliarden bis 4 Milliarden Euro." Für 2006 soll die Dividende von 1,00 auf 1,20 Euro je Aktie steigen.

Der Umsatz war 2006 dank des guten TV-Geschäftes und der Tochter Maroc Telecom um 2,9 Prozent auf gut 20 Milliarden Euro gestiegen. Die UMG legte um 1,3 Prozent auf 4,95 Milliarden Euro zu und steigerte ihr operatives Ergebnis um 9,3 Prozent auf 744 Millionen Euro. Dabei stiegen die UMG-Erlöse mit digitalen Downloads um 84 Prozent auf 477 Millionen Euro. Die Gruppe Canal+ steigerte ihr Betriebsergebnis auf vergleichbarer Basis um ein Fünftel auf 251 Millionen Euro. Der Telekommunikationsanbieter SFR erhöhte das Betriebsergebnis bei stagnierendem Umsatz von knapp 8,7 Milliarden Euro um 6,6 Prozent auf 2,58 Milliarden Euro. (dpa) / (anw)