LCDs graben Plasmadisplays das Wasser ab
Nachdem LCDs den Monitorbereich erobert haben, wollen sie nun auch bei den Fernsehgeräten an die Spitze.
Die Röhrengeräte haben LCDs im Monitorbereich bereits vor geraumer Zeit abgehängt, bei Fernsehdiagonalen zwischen 80 Zentimeter und ein Meter rücken die LC-Displays ebenfalls Richtung pole position. Nun sollen die Flüssigkristallschirme sogar bei noch größeren Bilddiagonalen das Rennen machen. Nach Ansicht von AU Optronics Vizepräsident Hsing Hui werden LCDs schon Ende dieses Jahres den Bereich zwischen 40 und 49 Zoll (1 Meter bis 1,25 Meter Bilddiagonale) weltweit dominieren. Bislang galten Displaygrößen von über 40 Zoll als absolute Plasma-Domäne.
Die LCD-TVs hatten nach Angaben des Marktforschungsinstituts DisplaySearch bereits im zweiten Quartal ihren Marktanteil im 40-Zoll-Bereich um zehn Prozent auf 32 Prozent steigern können, während der Anteil an Fernsehgeräten mit Plasmaschirmen um 5 Prozent auf 60 Prozent sank. Grund seien die laut DisplaySearch weiter fallenden Geräte- und Panelpreise. So sollen 42-zöllige LCD-Panels bereits im September mit 680 bis 700 US-Dollar genau so viel kosten wie gleich große, hochauflösende Plasma-Panels. Die Plasma-Hersteller setzen deshalb zunehmend auf noch größere Displays ab 50 Zoll, also Fernsehschirme mit 1,27 Metern Diagonale. (uk)