W3C: Formulare für Web 2.0 in Vorbereitung

Mit einem ersten Entwurf für die Web Forms 2.0 setzt das W3C die im Mai angekündigte Arbeit an Rich Web Clients fort.

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Von
  • Henning Behme
Mit einem ersten Entwurf für die Web Forms 2.0 setzt das World Wide Web Consortium (W3C) seine im Mai angekündigte Arbeit an Rich Web Clients fort. Bei den neuen Web-Formularen handelt es sich um Erweiterungen für die aus HTML bekannten <form>-Elemente. Sie sind gleichsam ein Vorgriff auf HTML 5, sollen allerdings kein Ersatz für XForms 1.0 sein.
Hinzugekommen sind beispielsweise Attribute beziehungsweise Attributwerte für das input-Element. So kann type Werte wie email, url oder datetime annehmen, und Autoren können Felder als "Muss" kennzeichnen (required="required"). Für die Festlegung von Zeiträumen gibt es die Attribute min und max:
<label>Treffen: <input type="time" min="09:30" max="14:15" name="treffen"></label>
Autor des Entwurfs ist wie schon für die XML Binding Language 2.0 (XBL) Ian Hickson (Google), der das Thema seit 2003 außerhalb des Konsortiums betreut hatte. Bis zu dem jetzt veröffentlichten W3C-Entwurf hat Hickson die Vorgängerversionen bei der Arbeitsgruppe Web Hypertext Application Technology (WHATWG) vorgehalten, die diese Spezifikation sowie gelegentlich HTML 5 genannte Web Applications 1.0 erarbeitet hat.
Dass das W3C diese extern geleistete Arbeit aufnimmt, kann angesichts der in letzter Zeit sich häufenden Kritik an der Arbeit des Konsortiums hoffnungsvoll stimmen. Außer beim W3C liegt die Spezifikation auch bei WHATWG vor – verbunden mit einer weniger restriktiven Lizenz.