FZK will eigene Erfindungen ĂĽber Online-Portal vermarkten
Das Forschungszentrum Karlsruhe hat ein Internet-Portal gestartet, das Unternehmen umfangreiche Informationen zu kommerziell nutzbaren Arbeiten und Erfindungen der einzelnen Fachdisziplinen und Einrichtungen des FZK vermittelt.
- Peter-Michael Ziegler
Das zur Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren gehörende Forschungszentrum Karlsruhe (FZK) hat unter dem Titel "Research to Business" ein Internet-Portal gestartet, das Unternehmen umfangreiche Informationen zu kommerziell nutzbaren Arbeiten und Erfindungen der einzelnen Fachdisziplinen und Einrichtungen des FZK vermittelt. Angeboten werden "neue Technologien, marktnahe Forschungs- und Entwicklungsergebnisse sowie exklusive Vertriebs- und Produktionskooperationen" auf den Gebieten Energie, Nano- und Mikrosysteme, Struktur der Materie, Atmosphäre und Klima, Arbeitsverfahren, Chemie, Maschinenbau, Physik und Elektrotechnik.
Die Technologie-Börse biete den "idealen Rahmen für einen exzellenten und schnellen Wissenstransfer in die Industrie", erklärt FZK-Vorstand Dr. Peter Fritz. Ansprechen will das FZK vor allem potenzielle Interessenten aus Großindustrie und Mittelstand. Zum Start hat das Portal rund 100 patentrechtlich geschützte Technologieangebote im Portfolio. Im Bereich "Elektrische Bauteile" wird unter anderem ein vom FZK entwickelter Strombegrenzer auf Basis von Thyristoren angeboten, ein Magnesiumdiborid-Supraleiter, der etwa als Füllstandsonde in Wasserstofftanks genutzt werden kann, oder auch ein gepulster parametrischer Oszillator für Lasersysteme.
Das im Hardtwald nahe Karlsruhe gelegene Forschungszentrum beschäftigt etwa 3800 Menschen und ist mit einem jährlichen Budget von rund 300 Millionen Euro eine der größten natur- und ingenieurwissenschaftlichen Forschungseinrichtungen in Deutschland. Zur Untersuchung der Masse von Neutrinos im Rahmen von KATRIN (KArlsruhe TRItium Neutrino Experiment) wurde Ende vergangenen Jahres auf dem FZK-Gelände ein 200 Tonnen schweres Spektrometer installiert. Im Jahr 2008 soll mit den ersten Messungen begonnen werden. Die Kosten des Experiments belaufen sich auf mehr als 33 Millionen Euro. (pmz)