Update fĂĽr Windows Media Player mindert DRM-Schwachstelle [Update]

Ein Update von Microsoft will den Windows Media Player widerstandsfähiger gegen das Einschleusen von Trojanern und Spyware über das DRM-System machen.

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Von
  • Daniel Bachfeld

Für die Windows Media Player 9 und 10 stehen Updates zur Verfügung, die eine Schwachstelle bei der Verarbeitung DRM-geschützter Inhalte beseitigen sollen. Im Januar berichtete Panda Software, Hersteller von Antivirenprodukten, über Trojaner (Trj/WmvDownloader), die beim Abspielen bestimmter WMV-Dateien Schädlinge auf dem PC installierten. Beim Öffnen im Media Player täuschen etwa über P2P-Netze verteilte Dateien vor, eine Lizenz laden zu wollen. Stattdessen lenken sie den Browser auf eine weitere Web-Seite um, die versucht, auf dem PC Adware, Spyware, Dialer und Viren per automatischem Download zu installieren.

Dies funktioniert auch dann noch, wenn der Anwender explizit den automatischen Erwerb von Lizenzen deaktiviert hat. Allerdings wird etwa unter Windows XP seit Service Pack 2 der automatische Download standardmäßig verhindert. Das Update will nun das Problem im Player beseitigen, indem der Anwender vor der Umleitung auf eine Web-Seite explizit gewarnt wird. Auch soll der Player fortan die Privacy-Optionen beachten.

Das Update hindert den Anwender allerdings nicht daran, die Warnung zu missachten und sich von der aufgerufenen Seite zur Installation diverser Malware überreden zu lassen. Unter Umständen nutzt die Seite auch Sicherheitslöcher im Browser aus, um den Rechner zu infizieren. Der Fix beseitigt zudem noch drei weitere, nicht sicherheitsrelevante Fehler. Bislang steht das Update allerdings noch nicht für deutsche Windows-Versionen zur Verfügung.

Update
Die neue Version steht nun auch fĂĽr deutsche Windows-Version zum Download bereit.

Siehe dazu auch: (dab)