Opera leidet unter sinkenden Lizenzeinnahmen
Im zweiten Quartal 2006 konnte der norwegische Browser-Anbieter zwar seinen Umsatz weiter steigern, der Gewinn brach jedoch wegen rückläufiger Einnahmen insbesondere vom Großkunden Nokia ein.
Um mehr als 70 Prozent auf 2,2 Millionen Norwegische Kronen (rund 0,27 Millionen Euro) ist das Betriebsergebnis von Opera im zweiten Quartal 2006 gegenĂĽber der Vorjahresperiode eingebrochen. Der Browser-Anbieter konnte den Umsatz dagegen um 29 Prozent auf 52,2 Millionen Kronen (circa 6,48 Millionen Euro) steigern.
Opera beklagt vor allem drastisch zurückgegangene Lizenzeinnahmen von seinem größten Kunden Nokia. Der finnische Handy-Hersteller verwendet an Stelle des Opera-Browsers immer häufiger eigene Internet-Software für seine Mobiltelefone. Zwar hat Motorola die Zahl der Handy-Modelle mit vorinstalliertem Opera Browser auf 10 verdoppelt, die Lizenzeinnahmen des norwegischen Herstellers haben sich dadurch aber noch nicht im erhofften Maße erhöht.
Opera konzentriert sich daher zunehmend auf den wachsenden Markt für Geräte aus der Unterhaltungselektronik, die einen Internetzugang bieten. So ist beispielsweise Nintendos Spielekonsole DS Lite mit einem Opera Browser nachrüstbar – ebenso soll ihn die angekündigte Wii-Konsole nutzen können. Auch auf Sonys neuem Minicomputer für die Handtasche "Mylo" ist der Browser aus Norwegen vorinstalliert. (map)