Cisco-BetrĂĽger verursachen Millionenschaden

Über Ciscos SMARTnet-Serviceprogramm meldeten zwei Personen aus dem IT-Umfeld über Jahre hinweg nahezu 1000 angeblich defekte Teile und Geräte und erhielten Ersatz. Der Schaden soll sich auf mehr als zehn Millionen US-Dollar belaufen.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Der Netzwerkspezialist Cisco Systems ist in den USA Betrügern auf die Schliche gekommen, die teilweise unter Verwendung falscher Identitäten teure Ersatzteile bei dem Unternehmen angefordert und diese dann an Computerhändler weiterverkauft haben sollen. Der Schaden beläuft sich laut Cisco auf mehr als zehn Millionen US-Dollar. Zwei unabhängig voneinander arbeitende Personen aus dem IT-Umfeld hätten über Ciscos SMARTnet-Serviceprogramm defekte Teile und Geräte gemeldet und daraufhin Ersatz erhalten. Die vorgeschriebene Rücksendung der angeblich ersetzten Teile mit Listenpreisen von 995 bis 25.000 US-Dollar sei aber in der Regel unterblieben. Mitunter hätten die Betrüger auch billige oder wertlose Teile an Cisco zurückgeschickt, um nicht sofort aufzufallen.

Ein Beschuldigter aus New Jersey soll die Masche zwischen 2002 und 2007 insgesamt 280 Mal abgezogen haben. Die Ersatzlieferungen orderte er im Namen der Stadt Newark. Bei einer Hausdurchsuchung fand das eingeschaltete FBI Cisco-Ware im Wert von drei Millionen US-Dollar. Ein Beschuldigter aus Massachusetts soll über SMARTnet sogar 700 Ersatzlieferungen – meist für einen bestimmten Artikel, der mit einem Listenpreis von 16.500 US-Dollar ausgezeichnet ist – verlangt haben. Ihm legt das FBI erhebliche kriminelle Energie zur Last, da er gleich mit mehreren falschen Identitäten gearbeitet und sich als Repräsentant zahlreicher erfundener Firmen ausgegeben haben soll. (pmz)