WES: Blackberrys Zukunft liegt in Mobile-Office-Applikationen

In seiner Keynote zum Wireless Enterprise Symposium in Florida sprach Mike Lazaridis, Gründer von Research in Motion, über die Zukunft der mobilen E-Mail-Lösung Blackberry.

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Von
  • Daniel LĂĽders

In seiner Keynote zum Wireless Enterprise Symposium (WES), das derzeit in Orlando (Florida) stattfindet, gab Mike Lazaridis, Gründer und Co-CEO von Research in Motion (RIM), Einblicke in die Zukunft der Mobile-E-Mail-Lösung Blackberry. Nach seinen Vorstellungen sollen künftig vor allem mobile Office-Lösungen für die Blackberry-Handhelds ausgebaut werden. Man habe bereits ein E-Mail-System geschaffen, dass einfach zu bedienen, robust und sicher ist, sagte Lazaridis, nun müsse man sich noch mehr um die Unterstützung anderer Plattformen bemühen. Mit der bereits am 4. April angekündigten Version 4.1 des Blackberry-Systems will man Programmierern die Entwicklung neuer Applikationen und die Einbindung in andere Systemstrukturen erleichtern. Partnerschaften beispielsweise mit Microsoft, SAP oder anderen Unternehmen sollen helfen, diese Ziele zu erreichen.

Der Frage, ob RIM Blackberry-Handhelds demnächst mit Multimedia-Funktionen wie MP3-Player oder Video ausstatten will, wich Lazaridis aus und entgegnete stattdessen, es sei noch zu früh, derartige Voraussagen zu treffen. Bislang stattet RIM keinen Blackberry-Handheld mit Multimedia-Funktionen aus. Selbst das direkte Übertragen von Kontakten oder anderen Daten via Bluetooth- oder Infrarot-Schnittstelle können die kleinen E-Mail-Kommunikatoren nicht.

Die Entwicklung von Blackberry-Geräten für spezielle Anforderungen -- etwa ein "ruggedized Blackberry" fürs Baugewerbe -- wolle man in absehbarer Zeit den Partnern überlassen, verdeutlichte Lazaridis. Im Wesentlichen wolle RIM sich auch künftig um die Erarbeitung mobiler Lösungskonzepte kümmern. Lazaridis betonte, dass es für RIM immer wichtiger wird, Brücken zu anderen Plattformen zu schlagen, um für bessere Integration in andere Systeme zu sorgen.

Dass der RIM-Chef wert auf die zügige Entwicklung neuer Lösungskonzepte für die kleinen Blackberry-Handhelds legt, kommt nicht von ungefähr, schließlich ist vielen Verbrauchern und Firmen ein E-Mail-Service allein zu wenig, um auf die Brombeeren-Lösung zu setzen. Und die Konkurrenz schläft nicht: Längst haben Firmen wie HP und Microsoft alternative Lösungskonzepte inklusive Endgeräte in petto und preisen zudem erweiterte Funktionen an, die man beim Blackberry bislang vermisst, Location-Based-Services etwa oder Multimedia. Daher ist es kaum verwunderlich, dass das diesjährige WES ganz im Zeichen von neuen Applikationen, Lösungen und Konzepten steht. (dal/c't) / (rop)