Google: Kein Picasa fĂĽr Linux mehr

Google bietet das vorkonfigurierte Paket aus der veralteten 3.0 Beta fĂĽr Windows und Wine nicht mehr zum Download an und entwickelt es auch nicht mehr weiter. Es gibt aber Alternativen.

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Google hat in einem Blogeintrag angekündigt, weitere Angebote zu streichen; das Unternehmen möchte sich stärker auf seine Kernbereiche konzentrieren. Betroffen davon ist auch die Linux-Version der Fotoverwaltung Picasa, die Google ab sofort nicht mehr zum Download anbietet.

Das seit 2006 angebotene Programm war allerdings nie eine echte Linux-Anwendung, sondern ein Windows-Programm, das mit Hilfe von Wine unter Linux lief. Die Linux-Variante hat schon längst den Anschluss an die Picasa-Entwicklung verloren: Die jüngste Version von Picasa für Linux war 3.0 Beta, derzeit aktuell ist Picasa 3.9 für Windows. Auch diese Version lässt sich mit Wine unter Linux betreiben. Zudem beherrschen auch die Fotoverwaltungen tGwenview, DigiKam und Shotwell den Bilder-Upload zu Picasa.

Schließen will Google außerdem die vor gut einem Jahr gestartete Bezahlplattform One Pass, den Dienst Google Sync für BlackBerry, die Nutzern dieser Plattform den Zugriff auf Google-Dienste erleichtert, und die spezialisierte Patentsuche – sie wird in die restliche Suchplattform integriert.

Google war in den vergangenen Jahren mit immer neuen Diensten gewachsen. Bereits im vergangenen Herbst hatte Google Streichungen angekündigt. Besonders seit Konzern-Chef Larry Page verstärkt auf das Online-Netzwerk Google+ setzt, nahm der Trend zu. Bei vergangenen Streichrunden traf es zum Beispiel die Gesundheitsplattform Google-Health, ein Projekt für intelligente Stromzähler sowie die letztes Jahr eingestellte spezielle Linux-Suche.

(odi)