17-Zoll-Turion-Notebook bei Tchibo

Gut zwei Wochen vor Weihnachten will Tchibo ein Turion-64-Notebook mit 17-Zoll-Breitbild-Display und eingebautem Fernseh-Tuner offerieren.

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Sonderlich mobil wirkt Tchibos 17-Zoll-Widescreen-Notebook mit seinen knapp 40 Zentimetern Breite, 28 Zentimetern Tiefe und fast 4 Zentimetern Dicke nicht – da erscheint das Gewicht von 3,5 Kilogramm (alle Daten Herstellerangaben) schon wieder vergleichsweise gering. Der Klotz mit AMDs Turion-64-ML30-Prozessor (1,6 GHz, 35 Watt), hochglänzendem 17-Zoll-Display im 16:10-Format (1440 x 900 Pixel), 100-GByte-Festplatte, Kombi-TV-Tuner (analog und DVB-T), 1 GByte Speicher, eingebautem Subwoofer, Gigabit-LAN-Anschluss, WLAN-, Bluetooth-und FireWire-Chips sowie 4-in-1-Kartenleser, 6 USB-2.0-Ports, DVI-Ausgang, DVD-Brenner, Modem und achtkanaligem HD-Audio-Soundchip (mit SPDIF-Ausgang) ist eher als heimische Kompakt-Medienzentrale gedacht. Als Betriebssystem kommt allerdings nicht Windows XP in der Media Center Edition 2005 zum Einsatz, sondern die gewöhnliche Home Edition.

Für den portablen Kasten mit tiefschwarzem "Pianolack"-Deckel verlangt Tchibo knapp 1300 Euro und legt noch eine Fernbedienung und eine Tragetasche dazu. Das System ähnelt sehr dem MiNote 8317 des taiwanischen Herstellers MiTac, das dieser selbst auch in unterschiedlichen Konfigurationen feilbietet. Ein technisch offenbar ebenfalls ähnliches Modell gibt es auch unter der deutschen Marke Hyrican Rumba mit verschiedenen Prozessoren und Ausstattungsoptionen.

Mitte vergangener Woche hatte Lidl ebenfalls ein 17-Zoll-Turion-64-Notebook im Angebot, nämlich das Targa Traveller 856W MT32, das äußerlich an das MSI Megabook L715 erinnert, aber einen DVI-Ausgang und einen anderen Akku besitzt. Es kostet bei Lidl 100 Euro mehr als das Tchibo-Gerät, statt des 35-Watt-Prozessors kam ein 25-Watt-Typ mit höherer Taktfrequenz und kleinerem L2-Cache zum Einsatz. Außerdem steckt im Lidl/Targa-Modell ein separater Grafikchip, nämlich der ATI Mobility Radeon X700, während sich Tchibo-Kunden mit dem eingebauten Grafikkern im ATI-Chipsatz (Radeon Xpress 200M) begnügen müssen. Es ist schon ein wenig hochtrabend von Tchibo, diesen integrierten Prozessor als "PCI-Express-Grafik" zu bezeichnen – immerhin erwähnt der Anbieter, dass es sich dabei um eine "Shared-Memory"-Lösung handelt.

Zu Geräuschentwicklung und Akkulaufzeit macht Tchibo keine Angaben. (ciw)