Chefregulierer Kurth zieht es nach Genf
Der Präsident der Bundesnetzagentur gilt als aussichtsreicher Kandidat für den Posten des Generalsekretärs der International Telecommunication Union, einer Organisation der UNO.
Die Bundesnetzagentur könnte schon bald nach einem neuen Präsidenten suchen müssen. Einem Berich der Financial Times Deutschland (FTD) zufolge kandidiert Chefregulierer Matthias Kurth für den Posten des Generalsekretärs der UNO-Organisation International Telecommunication Union (ITU).
Kurth sei einer von sechs Bewerbern um den Job in Genf und habe nach Einschätzung von Beobachtern gute Chancen bei der Wahl im November. "Wenn ich gewählt würde, werde ich das Amt auch antreten", sagte Kurth der Zeitung, will das aber nicht als Amtsflucht verstanden wissen. Die Arbeit bei der Bundesnetzagentur sei eine große Herausforderung und mache viel Spaß.
Mit Hilfe der ITU koordinieren Regierungen und Unternehmen globale Telekommunikationsnetze und -dienste. Der Generalsekretär überwacht die Aktivitäten der ITU und trägt die Verantwortung für das Management der Ressourcen der Union. Zusammen mit seinem Stellvertreter und den Direktoren der drei Hauptabteilungen wird er für vier Jahre gewählt. Seit 1999 führt der Japaner Yoshio Utsumi die ITU, er wurde 2002 für eine zweite Amstzeit bestätigt. Im November wird das neue Management für die Jahre 2007 bis 2011 gewählt. (vbr)