Neue Versorgungsbereiche für DVB-T

Das terrestrische Digitalfernsehen startet in drei weiteren Regionen Deutschlands.

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Von
  • Richard Sietmann

Ab dem heutigen Montag ist das digitale Antennenfernsehen DVB-T auch in den Regionen Halle/Leipzig und Erfurt/Weimar zu empfangen; am morgigen Dienstag werden große Teile Mecklenburg-Vorpommerns auf die digitale terrestrische Ausstrahlung des TV-Programms umgestellt. Am 14. Dezember soll dann die Region Osnabrück/Lingen in Niedersachsen folgen. Damit können dann insgesamt mehr als 48 Millionen Bundesbürger – das sind rund 60 Prozent der Bevölkerung – DVB-T mit einer Zimmer- oder Dachantenne empfangen.

In allen drei Regionen gehen allerdings vorerst nur die Programme der öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF an den Start; die kommerziellen Programmveranstalter sahen sich aus Kostengründen bisher nicht in der Lage, sich an dem Ausbau zu beteiligen. Doch auch ohne die Privatsender bringt DVB-T für die Zuschauer, die ihr TV-Programm über normale Antenne bezogen, eine Ausweitung des Angebots. In Mitteldeutschland und Niedersachsen sind nun elf Programme und ein MHP-Datendienst auf dem terrestrischen Übertragungsweg zu empfangen, in Mecklenburg-Vorpommern künftig sieben statt bisher drei Programme.

Der Zentralverband der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) rechnet für 2005 mit rund 1,8 Millionen verkauften DVB-T-Decodern bis zum Jahresende; seit dem Beginn der Umstellung von der analogen auf die digitale TV-Ausstrahlung im November 2002 in Berlin hätte die Industrie dann insgesamt 3,4 Millionen DVB-T-Geräte abgesetzt. (Richard Sietmann) / (jk)