LICO bremst LYCOS in Spanien aus

Ein Gericht in Madrid hat den Internet-Portalbetreiber Lycos Europe dazu verurteilt, den Gebrauch des "LYCOS"-Markennamens in Spanien einzustellen.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Ein Gericht in Madrid hat den Internet-Portalbetreiber Lycos Europe dazu verurteilt, den Gebrauch des "LYCOS"-Markennamens in Spanien einzustellen. Geklagt hatte Lico Leasing, ein spanisches Unternehmen, das im Finanzsektor unter dem Markenzeichen "LICO" aktiv ist. Das Gericht begründete seine Entscheidung damit, dass zwei Marken mit sehr ähnlichen Namen auf demselben Markt für Verwirrung sorgen würden. Lycos Espana Internet Services wurde angewiesen, die Domäne lycos.es nicht mehr zu nutzen und die Domain-Registrierung aufzuheben.

Lycos, an dem auch der Gütersloher Medienkonzern Bertelsmann beteiligt ist, kündigte an, das Urteil anfechten zu wollen. Man halte "einen Bestand des Urteils in der zweiten Instanz für unwahrscheinlich", hieß es. Der Streit zwischen Lico und Lycos schwelt bereits seit Jahren und beschäftigte mehrmals auch das Europäische Markenamt in Alicante. Ende 2004 hatte die Behörde festgestellt, dass sich die Marken "LICO" und "LYCOS" sehr ähnlich sehen würden und dass Lico für bestimmte (Computer-)Dienste über die älteren Rechte für den spanischen Markt verfüge (PDF-Datei). (pmz)