Macromedia-Übernahme durch Adobe führt zu Stellenabbau
Zunächst verschwindet der Name Macromedia von der Börse und aus Produktbezeichnungen. Der Zusammenschluss bringt Stellenstreichungen in beiden Firmen sowie Versetzungsangebote in andere Länder mit sich.
Aktien von Macromedia werden nicht mehr an der Börse gehandelt. Dies ist eine der ersten Konsequenzen der Übernahme des Flash-Herstellers aus San Francisco durch Adobe, die am 3. Dezember formal abgeschlossen wurde. Adobe kündigte in einer Pressemitteilung (PDF-Datei) an, mit der Integration der beiden Unternehmen unmittelbar zu beginnen, was die Zusammenlegung von Abteilungen und der Netzinfrastruktur der Unternehmen beinhaltet. Als sichtbares Zeichen für die Kunden vermarktet Adobe Bundling-Angebote mit Software-Entwicklungen beider Häuser.
Mit der Zusammenführung der Unternehmen werden Stellen abgebaut und es wird Entlassungen und Versetzungen von Mitarbeitern geben. Die Stellenpläne wolle Adobe zusammen mit der für den 15. Dezember terminierten Vorlage seiner Quartalszahlen bekanntgeben, heißt es in einem Bericht der Infoworld. Demnach sind von Entlassungen vor allem die Firmenbereiche betroffen, die durch den Merger doppelt vorhanden sind, wobei der Abbau zu gleichen Teilen in den früheren Organisationen von Adobe und Macromedia erfolgen soll. Pierre van Beneden, Vize-Präsident bei Adobe für die EMEA-Region, kündigte darüber hinaus an, dass man einige Mitarbeiter zum Umzug ins Ausland auffordern werde, zum Beispiel aus Großbritannien in nordische Staaten oder nach Osteuropa, um die dortige Marktposition von Adobe zu stärken. Weiter heißt es, dass das Angebot von Adobe durch den Firmenzusammenschluss von derzeit rund 30 auf circa 70 Produkte wächst, wobei das bisherige Macromedia-Logo nicht mehr verwandt wird.
Siehe zur Firmenübernahme auch: (ssu)