Symantec gewinnt Software-Piraterie-Prozess
Der Antiviren-Spezialist hat nach eigenen Angaben von einem kalifornischen Gericht Schadenersatz in Höhe von 3,1 Millionen US-Dollar wegen Produktfälschungen zugesprochen bekommen.
Der US-amerikanische Antiviren-Spezialist Symantec hat nach eigenen Angaben von einem kalifornischen Gericht Schadenersatz in Höhe von 3,1 Millionen US-Dollar zugesprochen bekommen. In einem Verfahren vor dem U.S. District Court for the Central District of California waren mehrere Personen angeklagt, Kopien von Symantec-Produkten angefertigt und über das Internet vertrieben zu haben, darunter Norton SystemWorks, Norton AntiVirus, Norton Ghost and pcAnywhere.
Laut Symantec präparierten die Beklagten Websites mit Pop-up-Fenstern, die Hinweise enthielten, dass die Lizenz der verwendeten Symantec-Software angeblich bald ablaufe und erneuert werden müsse. Surfer, die darauf hereinfielen, wurden zu einem ebenfalls präparierten Webshop geleitet, in dem die Beklagten Kopien entsprechender Symantec-Produkte zu Schleuderpreisen anboten. Zudem hatten sie E-Mail-Spam verschickt, in dem sie für den Webshop warben.
Die schon im vergangenen Frühjahr eingereichten Anklagen lauten unter anderem auf Produktfälschung, Urheberrechtsverletzung, Markennamenverletzung sowie unlautere Geschäftspraktiken. Symantec wird eigenen Angaben zufolge immer wieder das Opfer von Produktfälschungen. Ende 2003 bekam das Unternehmen in drei ähnlichen Prozessen Schadenersatz in zweistelliger Millionenhöhe zugesprochen. (pmz)