Verizon streicht Sozialleistungen für leitende Mitarbeiter

50.000 Beschäftigten werden Zuzahlungen für die Renten- und Krankenversicherung gestrichen.

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Der US-amerikanische Telefonkonzern Verizon plant Einsparungen bei den Sozialleistungen für seine leitenden Mitarbeiter. Etwa 50.000 der 215.000 Beschäftigten sollen ab dem 30. Juni 2006 keine Renten- und Krankenversicherungszuzahlungen mehr bekommen. Auf diese Weise will das Unternehmen laut Mitteilung in den kommenden zehn Jahren 3 Milliarden US-Dollar einsparen. Ehemalige Mitarbeiter, die bereits Zahlungen erhalten, seien nicht betroffen, heißt es weiter.

"Diese Restrukturierungen spiegeln die Realitäten in unserer sich wandelnden Welt wieder", sagte CEO Ivan Seidenberg. "Heutige Unternehmen, auch solche, mit denen wir konkurrieren, haben keine Pensionspläne." Bei Verizon Wireless und MCI sei dies bereits zuvor so gewesen.

Verizon steht kurz vor dem Kauf der Ferngesprächsgesellschaft MCI für 8,6 Milliarden US-Dollar. Gestern wurde bekannt, dass das Unternehmen seine Telefonbuch-Sparte verkaufen will. Dadurch will es Werte für die Aktionäre schaffen, die finanzielle Flexibilität maximieren und Schulden senken, betonte Konzernchef Seidenberg. (anw)