Chip-Foundry UMC muss Strafe zahlen

Die Übernahme von Anteilen am festlandchinesischen Chiphersteller Hejian hat den Zorn der taiwanischen Behörden gegenüber UMC offenbar nicht besänftigt.

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Von
  • Torge Löding

Die Übernahme von Anteilen am festlandchinesischen Chiphersteller Hejian hat den Zorn der taiwanischen Behörden gegenüber der weltweit zweitgrößte Chip-Foundry UMC offenbar nicht besänftigt. US-Medienberichten zufolge wurde das Investment als illegal eingestuft, das taiwanische Unternehmen müsse deshalb 3 Millionen Neue Taiwan-Dollar (umgerechnet etwa 95.510 US-Dollar) Strafe zahlen. UMC wollte das Urteil der Wettwerbshüter bislang nicht kommentieren.

Hintergrund des Konfliktes ist der Vorwurf der Behörden, UMC habe dem festlandchinesischen HeJian widerrechtlich geholfen, indem es der Firma die Nutzung von rund 200 UMC-Patenten erlaubte. UMC erlebte in den vergangenen Monaten, in denen sich auch die politische Lage zwischen der Regierung in China und Taiwan verschlechterte, einige Polizeiaktionen wegen solcher Vorwürfe. Vor einem Monat hatte UMC angekündigt, einen 15 prozentigen Anteil an dem chinesischen Chiphersteller HeJian im Wert von 110 Millionen US-Dollar kaufen zu wollen, um die Vorwürfe zu entkräften. (tol)