Cebit

Innovationsportal CeBIT Next sammelt Ideen

Über das Netz und an auf dem Messegelände verteilte Terminals können sich Messebesucher mit ihren Ideen und Visionen in einen großen "Ideen-Pool" zu "Arbeit & Leben", "Gesundheit" und "Messe" einbringen.

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Schon bevor am kommenden Mittwochabend die 21. CeBIT mit der offiziellen (und prominent besetzten) Abendveranstaltung eröffnet wird, ist das Innovationsportal CeBIT Next schon an den Start gegangen. Messebesucher und Interessenten in der ganzen Welt können sich an dem sozialen Netzwerk mit ihren Ideen zu Zukunftsthemen beteiligen. Teilnehmer sollen sich zu drei ausgewählten Themenbereichen einbringen, ihre Ideen miteinander vernetzen und diskutieren. Zur Auswahl stehen die Zukunftsthemen Messe, Arbeit & Leben sowie Gesundheit. Dafür stehen auf dem Messegelände verteilte Terminals, über die Besucher in den Hallen ihre Ideen einbringen und miteinander kommunizieren können. Die Plattform soll eine "Ideen-Maschine" sein, die sich "mit den Visionen und Erwartungen unserer Besucher füllt", wie Messe-Chef Ernst Raue es bei der Vorstellung des Projekts formulierte.

Die Redaktion des im Heise Zeitschriften Verlag erscheinenden Magazins Technology Review bündelt als Kooperationspartner des von Messe AG und IBM entwickelten Projekts die eingereichten Vorschläge, wertet sie aus und stellt unter anderem an jedem Messetag die Highlights zusammen. Das Portal soll als Ideengeber für die Industrie dienen, der ausgewählte Vorschläge zu Verfügung gestellt werden.

Kurz vor dem Start der Messe schwimmen schon die ersten Vorschläge – in Flash visualisiert als Seerosen – auf dem "Ideen-Pool". Die Ideen sind vielseitig und reichen von dem Wunsch nach einer "Hirnbackup-Maschine" über "GPS-Ampeln", die aus Verkehrsdaten ideale Schaltzeiten berechnen, bis zu einem individuellen "Duschprofil", anhand dessen die Dusche die Vorlieben des zu Duschenden erkennt. Ein innovativer Geist will gar die Alpen auf "Himalaya-Niveau" aufstocken, um die Einwanderung plagender Insekten aus dem Süden zu verhindern.

Auch Vorschläge für die Messe gibt es schon einige. Das Portal ist von der Messe AG auch ausdrücklich als Feedback-Kanal für Besucher und Aussteller gedacht. Die Klagen über Hotelpreise und das eintönige Speiseangebot auf dem Gelände dürften die Veranstalter allerdings nicht zum ersten Mal hören. Noch gibt es wenig englischsprachige Beiträge, aber die Internationalisierung wird mit Messebeginn sicher fortschreiten. Auch die Entwickler der Website bekommen schon erstes Feedback – und auch ihr Fett weg: Ein Teilnehmer wünscht sich eine "intuitiv bedienbare Benutzerschnittstelle" und einen gemäßigten Einsatz von Flash-Oberflächen, "die nur Hellseher bedienen können". (vbr)