Google droht Einordnung als Investmentfonds
Der Suchmaschinenbetreiber hat derart hohe Bar-Reserven angehäuft, dass er demnächst strengeren Bilanzierungs- und Geschäftsregeln unterliegen könnte. Deshalb hat Google die Börsenaufsicht um eine Ausnahmegenehmigung ersucht.
Der US-amerikanische Suchmaschinenanbieter Google hat so viel liquide Mittel angehäuft, dass er demnächst von der US-Börsenaufsicht Securites and Exchange Commission (SEC) als Investmentfonds gewertet werden könnte. Nach dem Investment Company Act von 1940 werden auf Unternehmen, die über mehr als 40 Prozent ihres Besitzes in verschiedenen Formen von Wertpapieren verfügen, strengere Regeln zur Veröffentlichung von Geschäftsvorgängen und für die Geschäftsführung angewendet.
Das ist nicht im Sinne von Google, das deshalb im Juli die SEC um eine Ausnahme von der Regel gebeten hat und um die Einordnung als Firma, die im Internet und mit neuen Medien ihre Geschäfte führt. Das berichtet nun das Wall Street Journal. Das Unternehmen sei nicht hauptsächlich im Investmentgeschäft tätig, sondern lediglich kurzfristig. Etwa 8 Prozent des Nettogewinns im vorigen Quartal resultierten demnach aus solchen Geschäften. Googles jüngster Quartalsbericht wies 4 Milliarden US-Dollar in bar und 5,8 Milliarden in börsengängigen Wertpapieren aus. (anw)