Swisscom 2006 von Sonderaufwendungen belastet

Rückstellungen für eine Kartellbußgeld-Zahlung sowie geringere Erlöse für Anrufe in das Mobilfunknetz der Schweizer führten vergangenes Jahr zu einem Gewinnrückgang.

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Der Schweizer Telecomkonzern Swisscom hat 2006 belastet von Sonderaufwendungen wie erwartet einen Ergebnisrückgang verbucht. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) sank um 9,2 Prozent auf 3,79 Milliarden Schweizer Franken (2,34 Milliarden Euro), wie die Gesellschaft heute in Bern mitteilte. Der Umsatz fiel um 0,8 Prozent auf 9,65 Milliarden Franken und der Überschuss um 20,9 Prozent auf 1,6 Milliarden Franken.

Swisscom begründete den Einbruch mit Rückstellungen für eine Kartellbußgeld-Zahlung sowie geringeren Erlösen für Anrufe in das Mobilfunknetz (Terminierungsentgelte) der Schweizer. Die Sondereffekte belasten das EBITDA mit 384 Millionen Franken. Das Unternehmen zählte zum Ende des Jahres 1,37 Millionen Breitbandkunden, 24,6 Prozent mehr als zum Vorjahresende, und 4,63 Millionen Mobilfunkkunden, das sind 8,2 Prozent mehr als Ende 2005.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Swisscom wie schon 2006 einen Ergebnisrückgang in seiner Festnetzsparte. Dieser werde allerdings durch Zuwächse in anderen Bereichen aufgefangen, hieß es. Beim Umsatz stellte Swisscom rund 9,7 Milliarden Franken in Aussicht und beim EBITDA 3,9 Milliarden Franken. (anw)