Intershop sieht sich wieder im Aufwind

Nach den gravierenden Problemen der vergangenen Jahre hat sich die finanzielle Situation des Jenaer Software-Anbieters nach Ansicht von Vorstandschef Jürgen Schöttler stabilisiert.

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  • dpa

Nach den gravierenden Problemen -- zuletzt einem Rekordverlust in den abgeschlossenen vier Quartalen 2004 -- der vergangenen Jahre hat sich die finanzielle Situation des Jenaer Software-Anbieters Intershop nach Ansicht von Vorstandschef Jürgen Schöttler stabilisiert. "Wir sind nicht mehr in der Situation, dass uns Kunden fragen, wann geht euch das Geld aus", sagte Schöttler am Freitag nach Vorlage der Zahlen für das erste Quartal. Mit 4,4 Millionen Euro lag der Umsatz auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Allerdings haben sich die im Vergleich zu Serviceleistungen profitableren Erlöse aus dem Verkauf von Software-Lizenzen auf 1,3 Millionen Euro verdoppelt.

Der Nettoverlust wurde im Vergleich zu den ersten drei Monaten 2004 auf 1,1 Millionen Euro mehr als halbiert. Nach Ausgabe einer Wandelschuldverschreibung stiegen die frei verfügbaren liquiden Mittel von 1,6 Millionen auf 7,7 Millionen Euro per Ende März. Sie seien "hinreichend für das operative Geschäft", sagte Schöttler. Die Intershop-Aktie legte an der Frankfurter Börse um rund acht Prozent auf 94 Euro-Cent zu.

Ziel des Vorstandes sei es, das einstige ostdeutsche Vorzeigeunternehmen so aufzustellen, "dass es eigenständig lebensfähig ist". Eine Fusion oder Übernahme sei derzeit kein Thema. "Das wird von uns auch nicht aktiv verfolgt", sagte Schöttler. Eine Umsatz- und Ertragsprognose für 2005 gab Schöttler nicht ab. Die Umstrukturierung, die hunderte von Arbeitsplätze kostete, hält der Vorstandsvorsitzende für weitgehend abgeschlossen. Im Vertrieb würden wieder Mitarbeiter eingestellt. Derzeit hat Intershop als Spezialist für Programme für den Handel im Internet 220 Angestellte. (dpa) / (tol)