Mögliche Eigentumsänderungen bei Kabel Deutschland
Der Finanzinvestor Providence Equity spreche mit den Miteigentümern Apax Partners und Goldman Sachs Capital Partners über die Übernahme ihrer Anteile, hieß es.
Bei Deutschlands größtem Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland (KDG) kündigen sich Veränderungen in der Eigentümerstruktur an. Der Finanzinvestor Providence Equity spreche mit den Miteigentümern Apax Partners und Goldman Sachs Capital Partners über die Übernahme ihrer Anteile, hieß es am Mittwoch aus dem Umfeld der Investoren. Bereits in den kommenden Tagen sei ein Ergebnis möglich. Kabel Deutschland wollte dazu keine Stellungnahme abgeben.
Providence käme bei einem erfolgreichen Abschluss künftig auf rund 95 Prozent an KDG. Nach einem Bericht der Wirtschaftswoche bewerten die Finanzinvestoren das Unternehmen mit rund 3,4 Milliarden Euro, aus dem Umfeld hieß es aber, es seien lediglich 3,2 Milliarden Euro. Die Finanzinvestoren sind bisher mit jeweils knapp 32 Prozent an Kabel Deutschland beteiligt. Providence wolle mit der Aufstockung seiner Anteile seine Aktivitäten im Bereich Kabelnetze und Telekommunikation ausbauen, hieß es. Zugleich dürfte der Finanzinvestor die Strategie von Kabel Deutschland mittragen, das Angebot von Fernsehen, schnellen Internetzugängen und Telefonie über das TV-Kabel (Triple Play) auszuweiten.
In den kommenden drei Geschäftsjahren will KDG für die Aufrüstung seiner Netzwerke rund eine halbe Milliarde Euro investieren. Providence, Goldman Sachs und Apax hatten KDG 2003 für gut 1,7 Milliarden Euro von der Deutschen Telekom gekauft. (dpa) / (jk)