Google unterstĂĽtzt Initiative gegen Extremismus
Über das neue Online-Netzwerk Against Violent Extremism sollen sich ehemalige extremistische Gewalttäter und auch Opfer zusammenschließen, austauschen und koordinieren können.
Google unterstützt das neu gegründete Online-Netzwerk Against Violent Extremism (AVE) des Institute for Strategic Dialogue (ISD), das sich gegen gewalttätigen Extremismus richtet. Ziel ist es, ehemalige Extremisten, Überlebende, Unternehmen und die Zivilgesellschaft zusammenzubringen und mit Hilfe des Internets die Probleme anzugehen. Das sei das erste Mal, dass ein derartiges Netz entstehe, schrieb Jared Cohen, Direktor des Think Tanks Google Ideas, im Firmenblog. So könnten dort beispielsweise ein ehemaliger indonesischer Dschihadist, ein schwedischer Ex-Neonazi und ein Kanadier zusammenkommen, der in Somalia 15 Monate lang als Geisel festgehalten wurde.
Die AVE-Website und ein YouTube-Kanal dienen für den Austausch der Mitglieder und vor allem auch für jene, die zum ersten Mal Opfer von extremistischer Gewalt wurden. So sollen sie ihre Erfahrungen einbringen, Ideen entwickeln, Aktionen planen sowie neue Kooperationspartner und Geldgeber finden. Angehörige von Gewalt-Opfern können sich Rat holen. Auf einer Google-Landkarte auf der AVE-Website wird je Land die Zahl der Netzwerkmitglieder, Termine und Projekte angezeigt. Die Projekte wie zum Beispiel "Leben nach dem Hass" werden in einem anderen Bereich der Website gesondert vorgestellt. In einem weiteren Bereich können die Netzwerkmitglieder Diskussionen anstoßen.
Das AVE, das sich gegen Links- und Rechtsextremismus sowie gegen Al Qaida und davon inspirierte Gruppen richtet, wurde voriges Jahr auf der von Google Ideas veranstalteten Konferenz Summit Against Violent Extremism (SAVE) in der irischen Hauptstadt Dublin auf den Weg gebracht. Beteiligt sind auch die Gen Next Foundation und die britische Agentur rehabstudio, die die AVE-Website gestaltete. (anw)