Steve Ballmer sieht für Microsoft ein Jahr der Innovationen
"Die nächsten 12 Monate sind für uns – nun, sie werden Spaß machen", proklamierte Steve Ballmer seine Erwartungen. Der Microsoft-Chef hob dabei besonders die Live-Strategie des Konzerns heraus und betonte die Unterstützung offener Standards.
"Die nächsten 12 Monate sind für uns – nun, sie werden Spaß machen", proklamierte Steve Ballmer seine Erwartungen für das kommende Jahr. Der Microsoft-Chef, der in Washington auf einer Versammlung von Firmen sprach, die Geschäfte mit der Regierung und öffentlichen Institutionen machen, betonte, der Softwarekonzern liefere jetzt und in den kommenden Monaten die meisten Neuerungen in seiner Unternehmensgeschichte aus. Das reiche von neuen Versionen von Visual Studio und dem Anwendungsframework .NET über den neuen SQL-Server bis hin zur Xbox 360.
Interessanterweise scheint dabei Windows Vista für die Auftragnehmer bei öffentlichen Institutionen eine etwas geringere Rolle zu spielen: Ballmer erwähnte den Nachfolger von Windows XP, der 2006 auf den Markt kommen soll, in seiner Rede nicht. Dafür schob Ballmer die Live-Strategie von Microsoft in den Vordergrund: Eine der wichtigsten Entwicklungen in der Industrie sei der Übergang von der "Software als Produkt zu Software, die eine Dienstleistung darstellt", betonte Ballmer. Mit der angekündigten Windows- und Office-Live-Strategie bereite man die Plattform für solche Angebote – so, wie Windows die Plattform für Anwendungen und die Anwendungsentwicklung darstelle, werde Windows Live etwa Anwender an die Dienste heranführen und Entwicklern die Möglichkeit offerieren, Dienste anzubieten.
Gleichzeitig betonte Ballmer aber auch, man werde weiter an der Integration von Microsoft-Produkten und an der Interoperabilität mit anderen Herstellern arbeiten. Was Microsoft ausliefere, sei mehr als nur die Summe der Einzelteile. Dies bedeute aber nicht, dass man auf Interoperabilität verzichte, dies bedeute auch nicht, man müsse nun seine komplette IT-Infrastruktur auf Microsoft-Produkte aufsetzen: "Wir glauben an die Unterstützung offener Standards", versicherte Ballmer den Anwesenden, die ihren Kunden bei der US-Regierung auch wohl kaum Monokulturen aus Software eines Herstellers verkaufen könnten. (jk)