Alcatel-Lucent meldet schwaches Quartal
Sinkende Margen, weniger Umsatz und operative Verluste – der Netzwerkausrüster Alcatel-Lucent startet mit einem relativ enttäuschenden ersten Quartal in das Jahr 2012.
Der französische Netzwerkausstatter Alcatel-Lucent vermeldete am heutigen Donnerstag insgesamt enttäuschende Zahlen (PDF-Dokument) für das erste Quartal 2012. Beim Umsatz erzielten die Franzosen 3,2 Milliarden Euro, ein Rückgang von 12,3 Prozent; zugleich stieg der Betriebsverlust auf 289 Millionen Euro gegenüber 64 Millionen Euro im Vergleichszeitraum 2011.
Unter dem Strich konnte Alcatel-Lucent zwar einen Nettogewinn von 398 Millionen Euro verbuchen, auf die einzelne Aktie umgerechnet 14 Cent Gewinn. Dies kommt aber hauptsächlich durch den Verkauf des Tochterunternehmens Genesys zustande, der einen Sondergewinn von 659 Millionen Euro in die Bilanzen brachte.
Als Grund für das schwache Ergebnis verwies Alcatel-Lucent unter anderem auf Marktunsicherheiten in Europa. Für das zweite Quartal versprach das Unternehmen eine deutlich höhere Profitabilität und kündigte verstärkte Bemühungen m nordamerikanischen und chinesischen Markt an. Der Aktienkurs von Alcatel-Lucent gab jedoch nach Bekanntwerden der Quartalszahlen an den Börsen deutlich nach.
Erst am gestrigen Mittwoch meldete der schwedische Konkurrent Ericsson ebenfalls Umsatzrückgänge. Ende Februar hatte der Chef des angechlagenen Wettbewerbers Nokia Siemens Networks die Erwartung geäußert, dass von den derzeit fünf großen Netzausrüstern weltweit lediglich drei eine Überlebenschance hätten. (ssu) / (axk)