Kein Betriebsrat bei AVM-Tochterfirma
Beschäftigte der Tochterfirma RSS befürchten, dass ihnen die Zentrale Aufträge entziehen könnte, wenn sie einen Betriebsrat einsetzen.
Das Berliner Kommunikationsunternehmen AVM hat offenbar erfolgreich die Bildung eines Betriebsrates bei einer Tochterfirma verhindert. Am Freitag ließ sich keiner der 160 bei der Firma Rat, Service und Support Beschäftigten zum Wahlvorstand aufstellen. Auf der Versammlung hieß es von Beschäftigten, die Geschäftsleitung habe die Belegschaft erpresst. Die hundertprozentige Tochter RSS ging aus einer erst vor zwei Wochen von AVM ausgegliederten Abteilung hervor.
Die meisten Beschäftigten wollen nun von weiteren Bemühungen für die Einsetzung eines Betriebsrates zunächst absehen. Sie befürchten, dass der Tochterfirma von der AVM-Zentrale anderenfalls die Aufträge entzogen werden. Die IG-Metall-Gewerkschaftssekretärin Petra Jentzsch betonte aber gegenüber dem Berliner Tagesspiegel, dass die Auseinandersetzung zum Thema Mitbestimmung bei der RSS noch lange nicht vorbei sei. AVM beschäftigt bundesweit fast 500 Mitarbeiter, davon 400 in Berlin.
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