Ingram Micro will gezielt weiterwachsen – auch durch Zukäufe
Während der Broadliner das erste Quartal 2012 mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau abschloss, sieht CEO Alain Monie speziell im SMB-Umfeld noch Wachstumschancen durch etwaige Akquisitionen.
(Bild: Ingram Micro )
Mit einem Umsatz von 8,64 Milliarden US-Dollar schloss Ingram Micro das erste Quartal 2012 knapp 1 Prozent unter dem Niveau der Vorjahresperiode ab, wobei die Einbußen größtenteils Wechselkurseffekten zuzuschreiben seien, wie das Unternehmen im Rahmen der Veröffentlichung der Quartalszahlen bekannt gab. Die Bruttomarge konnte der Broadline Distributor im Quartalsvergleich hingegen um knapp 3 Prozent verbessern, auf 467,6 Millionen US-Dollar. Profitiert habe Ingram Micro in den USA dabei vor allem von den höheren Festplattenverkaufspreisen im Zuge der Flutkatastrophe in Thailand im vergangenen Herbst. Der Nettogewinn kletterte dann auch deutlich von 56,3 Millionen auf 90 Millionen US-Dollar oder 58 Cent je Aktie.
In Europa entwickelten sich die Geschäfte des Grossisten unterdessen weniger gut. Der Umsatz in der Region gab gegenüber dem ersten Quartal 2011 um 8 Prozent auf knapp 2,65 Milliarden US-Dollar nach. Wechselkurseffekte schlugen dabei mit etwa 4 Prozent zu Buche. Zumindest die Niederlassungen in Deutschland und Großbritannien konnten aber dennoch moderate Zuwächse verzeichnen und somit die Erlöse der Region insgesamt positiver abrunden. "Wir haben immer noch Bereiche, in denen wir uns verbessern können", räumte Alain Monie ein, der Greg Spierkel zum Jahreswechsel auf dem Posten des CEO abgelöst hatte. Im Rahmen der Strategie "Volume, Value und Verticals" wolle Ingram weiter gezielt in viel versprechende Geschäftsfelder investieren. Akquisitionen peilt Monie dabei primär im SMB-Umfeld an, wo der Grossist "Säule für Säule" oder "Region für Region" weiter wachsen wolle. Aber auch größere Übernahmen respektive Investitionen will der Ingram-CEO nicht ausschließen – wenn sie denn zur Erreichung der gesteckten Ziele dienen könnten. (map)