Kinowelt weiter auf Expansionskurs
Das DVD-Geschäft laufe weiterhin gut, hieß es bei dem Leipziger Medienunternehmen. Wesentlich zum Erfolg beigetragen habe der Kauf von Epsilon, womit man sich Rechte an wichtigen amerikanischen Produktionen im Bereich Kino, DVD und Fernsehen gesichert hab
Das Leipziger Medienunternehmen Kinowelt ist weiter auf Wachstumskurs, der Konzernumsatz betrug im ersten Halbjahr 45,7 Millionen Euro. Kinowelt-Gründer Michael Kölmel geht davon aus, dass der Konzernumsatz zum Jahresende auf rund 95 Millionen Euro ansteigt und damit um 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr liegt, als 78,5 Millionen Euro erzielt wurden.
Wesentlich zum Erfolg beigetragen hat nach Aussagen Kölmels der Kauf von Epsilon Motion Pictures GmbH Ende 2005. Damit wurden Rechte an wichtigen amerikanischen Produktionen im Bereich Kino, DVD und Fernsehen gesichert. 25 Prozent des Konzernumsatzes entfallen auf Epsilon. Die aus der ehemaligen Kirch-Gruppe übernommene Co-Produktionsgesellschaft ist an Filmen wie "Mr. & Mrs. Smith" oder den vierfachen Oscar-Gewinner "Million Dollar Baby" beteiligt. Die Geschäftszahlen des Unternehmens seien erstmals gefestigt, hieß es.
Zudem sei das DVD-Geschäft weiterhin stark. Gegen den Markttrend sei der Umsatz um 1,3 Millionen Euro auf 24,7 Millionen Euro gewachsen. Die Kinowelt Home Entertainment GmbH brachte im ersten Halbjahr 98 neue DVD-Titel auf den Markt und setzte rund 3 Millionen DVDs ab ab. Erfolgreich seien unter anderem "Mr. & Mrs. Smith" und "Goal" gewesen. Im zweiten Halbjahr solle es rund 160 neue Titel geben. Mit dem Filmverleih konnte das Kino-Geschäft nach den Angaben seinen Umsatz von 3 auf 7,6 Millionen Euro mehr als verdoppeln.
Die Kinowelt-Gruppe beschäftigt derzeit 125 Mitarbeiter. Das Unternehmen ging aus der Kinowelt Medien AG in München hervor. Diese hatte 2002 Insolvenz anmelden müssen; der Filmstock der Kinowelt Medien AG und Geschäftsanteile ehemaliger Tochtergesellschaften bilden die Basis für den heutigen Konzern in Leipzig. (dpa) / (jk)