Intel entwickelt Hardware-Lösung gegen Schadprogramme

Ein zusätzlicher Chip soll schadhafte Veränderungen im Hauptspeicher erkennen und bei Bedarf vorgegebene Aktionen auslösen.

vorlesen Druckansicht 104 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • Christiane RĂĽtten

Der Prozessorhersteller Intel entwickelt eine Hardware-Lösung zur automatischen Erkennung von schadhaften Prozessen in Computersystemen. Aus einem Bericht des Nachrichtenmagazins InfoWorld geht hervor, dass dazu ein vom Hauptprozessor unabhängiger Mikrochip eingesetzt werden soll, der im Hauptspeicher befindliche Programme auf unvorhergesehene Veränderungen überwacht. So könne beispielsweise die Netzwerkverbindung getrennt werden, sobald ein bösartiger Angriff entsprechende Modifikationen an laufenden Prozessen hervorruft.

Das Unternehmen ziele nicht darauf, mit dem Projekt die Stelle von Anti-Virus- oder Anti-Spyware-Software einzunehmen, sondern diese bei ihrer Aufgabe zu unterstützen. Erste Marktreife Produkte seien nicht vor 2008 zu erwarten. Die Idee der so genannten Hardware-Watchdogs ist nicht neu. Ein typischer Anwendungsfall sind beispielsweise PCI-Karten, die einen Hardware-seitigen Neustart des Rechners erzwingen, nachdem sie eine vordefinierte Zeit lang keine Rückmeldung vom Betriebsystem erhalten haben. Über die konkrete Funktionsweise der Intel-Lösung ist bisher offenbar noch nichts bekannt.

Siehe dazu auch: (cr)