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Mailen, Chatten und Surfen im T-Mobile-Netz

T-Mobile will mit geänderten Datentarifen, Kostenkontrolle per SMS und neuen Diensten wie Super SMS und MyFaves die Jugend als Kunden gewinnen.

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Der Mobilnetzbetreiber T-Mobile hat in Hannover neue Surf-Pakete für sein mobiles Internet-Angebot web'n'walk, sowie eine E-Mail-Flatrate und personalisierte Dienste vorgestellt. Beim mobilen Surfen will der Anbieter zudem für mehr Kostenkontrolle sorgen. Die Abrechnung nach 10-KByte-Blöcken hatte vielen Gelegenheitssurfern, die per Handy und Notebook mobiles Internet ausprobierten, böse Überraschungen in Form hoher Mobilfunk-Rechnungen beschert. Nun will T-Mobile ab dem 2. Mai 2007 seinem Mitbewerber O2 folgen und Datenverbindungen via GPRS und UMTS per Minute abrechnen. Die Option web'n'walk Starter – 9 Cent pro Minute – soll dann für alle Sprachtarife voreingestellt werden. Grundpreis und Volumen-Limit sollen nicht anfallen. Vom 2. Mai bis 31. Juli 2007 soll es für 9 Cent sogar zehn Online-Minuten geben.

Ab August 2007 sollen Mobilsurfer zudem jeweils beim Erreichen von 10 Euro Inlandsumsatz (Ausland: 20 Euro) eine Warnung per SMS-Nachricht erhalten. Kunden mit Zeit- oder Volumenbudgets werden bei deren Ăśberschreiten ebenfalls gewarnt. Ende 2007 will T-Mobile dann eine Obergrenze von 100 Euro pro Monat fĂĽr Datenverbindungen (Ausland: 200 Euro) einfĂĽhren.

Bei der web'n'walk-Starter- und der ab August zubuchbaren web'n'walk-Surfer-Option, die für 5 Euro 120 Online-Minuten pro Monat enthält, gibt es jedoch einen Haken: T-Mobile will die maximale Datenrate auf 384 kBit/s in Empfangs- und 32 kBit/s in Senderichtung begrenzen. Damit lassen sich schnelle Dienste wie HSDPA nicht ausnutzen; selbst EDGE würde in Senderichtung deutlich ausgebremst (normalerweise bis zu 108 kBit/s). Die Surfpakete Basic, Medium und Large sollen ab dem 2. Mai ebenfalls auf UMTS-übliche 384 kBit/s (Downlink) und 128 kBit/s (Uplink) begrenzt werden. Wer mit HSDPA-Geschwindigkeit (zurzeit 3,6 MBit/s in Empfangsrichtung) surfen will, muss für zusätzliche 5 Euro im Monat eine Speed-Option hinzubuchen.

Die web'n'walk@home-Angebote sind für Kunden gedacht, die außerhalb der mit DSL versorgten Bereiche wohnen: der Tarif 100 enthält 100 Online-Stunden pro Monat für 30 Euro, der Tarif 40 für 20 Euro monatlich bietet 40 Stunden. Die Tarife lassen sich nur in der Homezone nutzen. Als Funkmodems stellt T-Mobile web'n'walk-Boxen für UMTS, HSDPA und EDGE zu vergünstigten Preisen bereit.

Zu den neuen Dienst-gebundenen Angeboten gehört die E-Mail-Flatrate, die knapp 4 Euro im Monat kostet und mit der man beliebig viele E-Mails mobil empfangen und verschicken kann. Der T-Mobile-Mail-Server sammelt dabei die E-Mails von bis zu fünf anderen Mailservern. Die Option E-Mail Flat können sowohl Vertrags- als auch Prepaid-Kunden buchen. Nötig ist ein Handy mit POP3-E-Mail-Client (passende Geräte finden Sie in unserer Handy-Galerie).

Im zweiten Halbjahr 2007 will T-Mobile zudem neue Dienste wie die Super SMS anbieten, einen Chat-Dienst mit eigenem Client, der Nachrichten und Antworten als Dialog anzeigt und eine Buddy-Liste führt. Wer den passenden Client nicht auf dem Handy installiert hat, erhält die Nachrichten als normale SMS. Marktstart und Preise will der Netzbetreiber noch bekannt geben. Momentan sucht T-Mobile 10.000 Kunden für einen Großtest von Mai bis Ende Juli 2007. Interessenten können sich auf einer (derzeit noch nicht aktivierten) T-Mobile-Website vormerken lassen. Auch der Freunde-Suchdienst myFaves, den T-Mobile in den USA mit nach eigenen Aussagen großem Erfolg anbietet, soll nach Deutschland kommen. Dabei zeigt das Handy die fünf wichtigsten Kontakte jederzeit als Foto oder Icon auf dem Display an, über die man direkt Verbindung aufnehmen kann. Eine Vorschau gibt eine MyFaves-Website. Für diesen Dienst steht ein Marktstart noch nicht fest. (rop)