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Roboter retten den König

Die Finalrunde des Schülerwettbewerbs RoboKing wird von Donnerstag bis Sonntag live auf der CeBIT ausgetragen.

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Von
  • Angela Meyer

Insgesamt 16 Teams können sich noch Hoffnung auf den Titel "RoboKing 2007" machen. Im Finale werden grundverschiedene Lösungen für die recht anspruchsvolle Aufgabe zu sehen sein.

Ein Steinschlag im Gebirge versperrt dem König den Heimweg – wer ihm am schnellsten den Weg frei räumt, ist der RoboKing 2007. So lautet in aller Kürze die Aufgabe für die diesjährige Runde des seit 2004 bundesweit ausgeschriebenen Roboterwettbewerbs für Schüler, dessen Finale vom 15. bis 18. März auf der CeBIT in der Halle 19 Stand B35 ausgetragen wird. Anders als beim Vorentscheid, bei dem sich 16 Teams für das Finale qualifiziert haben, treten jetzt in den Schlussrunden jeweils zwei Roboter direkt gegeneinander an. Sie müssen jeweils beim Gegner einen Steinschlag auslösen und ihre Spielfeldseite wieder davon frei räumen.

Die Roboter dafür haben die Schüler selbst gebaut. Die vom RoboKing-Organisationsteam herausgegebene Wettbewerbsdokumentation (PDF) beschreibt neben genauen Bestimmungen wie der erlaubten Größe des Roboters und Spielregeln auch wichtige technische Voraussetzungen zum Bau eines Roboters. Die für eine konkrete Umsetzung notwendigen Entscheidungen, wie die Auswahl der Sensoren zur Orientierung des Roboters und für das Erkennen der Bälle, oder die Konstruktion des Antriebs, sind jedesmal Aufgabe der Schüler, ebenso wie die Entwicklung und Implementierung eines Algorithmus für das Finden, Aufnehmen, Transportieren und Abladen der Bälle. Im Finale werden 16 in der Wahl der Sensoren und Materialien wie der Strategien grundverschiedene Lösungen für die recht anspruchsvolle Aufgabe zu sehen sein.

Der Roboterwettbewerb ist eine unabhängige Förderungsinitiative, die von Studenten und Mitarbeitern der Professur für Prozessautomatisierung der TU Chemnitz organisiert wird und sich vollständig aus Spenden und Sponsorengeldern von Industrie und Technik finanziert. "Mit Hilfe des RoboKing wollen wir auch künftig die Begeisterung der Schüler für die Technik fördern und bei ihnen langfristig das Interesse für technische Studiengänge wecken", begründet Professor Peter Protzel vom Institut für Automatisierung das Engagement. "Spielerisch eignen sich die Schüler eine Menge fachübergreifendes Wissen bezüglich Programmierung, Elektronik und Konstruktion an, lernen aber auch eine Menge über Teamarbeit, suchen eigene Sponsoren und kontaktieren die lokale Presse", ergänzt Niko Sünderhauf von der Professur Prozessautomatisierung. "Und wenn sie dann beim Wettbewerb mitmachen, erfahren sie auch, was es heißt, einen harten Termin einzuhalten. Dann wird auch schon mal eine Nacht durchgelötet und programmiert. Man kann nur staunen, welche Energie in den Schülern steckt, wenn sie sich richtig für etwas begeistern."

Wer beim Zuschauen Lust bekommt, beim nächsten Wettbewerb auch teilzunehmen, kann das sofort in die Tat umsetzen: Das Thema für den RoboKing 2008 steht schon fest – es geht um Ritterspiele –, ebenso wie der Bewerbungsschluss (15. Mai 2007). (anm)