Erneut Entlassungen bei Matsushita

Matsushita will die Produktion handelsüblicher Mobiltelefone für den außerasiatischen Markt einstellen und sich stattdessen auf Telefone der nächsten Generation ("3G") konzentrieren.

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Matsushita Electric Industrial Co. Ltd. in Tokio hat – trotz gesteigerter Gewinne im dritten Quartal 2005 – angekündigt, die Produktion handelsüblicher Mobiltelefone für den außerasiatischen Markt einzustellen und sich künftig auf die Entwicklung und Fertigung von Telefonen der nächsten Generation ("3G") zu konzentrieren. Als Folge dieser Umstrukturierung sollen 1400 Arbeitsplätze abgebaut werden. Betroffen davon sind eine Fabrik auf den Philippinen und eine Entwicklungsabteilung in den USA; zudem würden die GSM-Handy-Produktionsstätten in der Tschechischen Republik geschlossen. Eine Fabrik in China und die Entwicklungsabteilung in England sollen dagegen künftig auf die 3G-Modelle ausgerichtet werden. Matsushita will die Entwicklung einer neuen, auf Linux beruhenden Mobilfunk-Plattform beschleunigen, um damit einen neuen Anlauf im internationalen Geschäft zu starten.

Das Unternehmen hat damit auf Verluste reagiert, die bei der Entwicklung und Herstellung von GSM-Mobiltelefonen aufgelaufen waren. Nach Ansicht von Analysten war es den japanischen Herstellern nach einem späten Eintritt in den europäischen Markt nicht gelungen, sich im Wettbewerb mit Nokia und Samsung hinreichend zu behaupten; zudem sei die Entwicklung und Vermarktung preisgünstiger und attraktiver Handy-Modelle gescheitert. Auf dem US-Markt ist Matsushita derzeit ohnehin nicht mit Mobiltelefonen unter dem eigenen Namen vertreten. (uh)