Forschungskooperation für druckbare Elektronik
Halbleitende Nanopartikel sollen die Basis für Schaltkreise bilden, die auf herkömmlichen Druckmaschinen hergestellt werden können. Bei der Entwicklung kooperieren das Forschungszentrum Karlsruhe und die Degussa.
Zur Entwicklung "neuartiger Funktionsmaterialien" für druckbare Elektronik auf Basis halbleitender Nanopartikel haben das Forschungszentrum Karlsruhe und der Chemiekonzern Degussa eine Forschungskooperation geschlossen. Das Ziel der Allianz sei, die gute Druckbarkeit organischer Materialien mit den hervorragenden elektrischen Eigenschaften anorganischer Halbleiter zu verbinden, erläutert Dr. Roland Schmechel, Leiter der neuen gemeinsamen Arbeitsgruppe von zehn Wissenschaftlern im Institut für Nanotechnologie des Forschungszentrums Karlsruhe.
Dank "druckbarer Elektronik" sollen billige Schaltkreise mit herkömmlichen Druckmaschinen hergestellt werden können – so zum Beispiel RFID-Tags, die unmittelbar auf die Produktverpackung gedruckt werden. In preiswerten Elektronikanwendungen beziehungsweise Elektronikprodukten für den "einmaligen Gebrauch" sehen die Forscher auf Grund von Erhebungen ein Marktvolumen von 30 Milliarden Euro im Jahr 2015. Die Forschungsskooperation ist auf zweieinhalb Jahre angelegt. Den Etat von zwei Millionen Euro wollen die Beteiligten jeweils zur Hälfte aufbringen. Schon vor der Kooperation arbeiteten die Karlsruher mit dem Industrieunternehmen eng im Netzwerk NanoMat zusammen, in dem 25 Vertreter aus Forschung und Industrie organisiert sind. (ssu)